Die Nonne

Die Nonne (der Originaltitel lautete im Französischen La religieuse) ist ein Roman von Denis Diderot, der erst durch seine Veröffentlichung in Deutschland auch in Frankreich, dem Heimatland des Autors, bekannt wurde. Erst nachdem der Text acht Jahre nach dem Tod Diderots 1792 in Deutschland in Friedrich Melchior Grimms „Literarischer Korrespondenz“ herausgegeben wurde, erschien er unter dem Titel „La religieuse“ 1796 auch in Paris.

Hintergrund

Diderot war ein Bewunderer der Werke von Samuel Richardson und vieles aus dem Sujet des Romans Clarissa or, The History of a Young Lady (1748) fand seinen inspirierenden Weg in La Religieuse. Während er an seinem Roman Le Neveu de Rameau arbeitete, verstarb Richardson am 4. Juli 1761. In seiner Lobesschrift, Éloge de Richardson (1760), hatte er ihn dafür gelobt, dass er das Genre des Romans auf ein ernsthaftes Niveau gehoben hatte.

Handlung

Diderot erzählt die Geschichte der Suzanne Simonin, verzichtet aber auf Einschübe und weicht in der Handlungsabfolge nicht ab. Denis Diderot hatte eine Schwester, Angélique Diderot (1720–1749), die einem Ursulinen-Orden beigetreten war und dort in jungen Jahren im Zustand der psychischen Verwirrung starb. Möglicherweise inspirierte ihn dieses Ereignis zu seinem Werk.

Die Nonne Suzanne Simonin erzählt in Briefen ihre Lebensgeschichte. Von den Eltern wird sie gegen ihren Willen zu einem Dasein als Ordensschwester gezwungen, da für eine standesgemäße Heirat die nötigen finanziellen Mittel fehlen, war sie doch ein uneheliches Kind des ehemaligen Geliebten ihrer Mutter gewesen. Sie hasst das Klosterleben, obzwar sie zunächst in Verbindung zu einer verständnisvollen Oberin tritt, bleibt ihre Liebe zur Freiheit ungebrochen. So wird sie unter einer neuen, fanatischen und grausamen Äbtissin zum Ziel von Repressalien und Schikanen durch diese und Mitschwestern. In drei Klöstern wird sie insgesamt mit der Macht von Konventionen und Geld sowie Scheinheiligkeit und religiösem Fanatismus konfrontiert.

Adaptionen

Der Roman wurde mehrmals verfilmt. Eine bedeutende Adaption entstand 1966 als Die Nonne unter der Regie von Jacques Rivette mit Anna Karina in der Rolle der Suzanne Simonin und Liselotte Pulver als ihre letzte Oberin. Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 1966 für die Goldene Palme nominiert. Am 31. Oktober 2013 kam als bisher letzte Adaption unter dem deutschen Verleihtitel Die Nonne eine Verfilmung von Guillaume Nicloux in die Kinos.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org

Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2013 (Deutschland)

Regisseur: Guillaume Nicloux

Musik komponiert von: Max Richter

Autor der Filmgeschichte: Denis Diderot

Drehbuch: Guillaume Nicloux, Jérôme Beaujour

Die Nonne - Trailer deutsch

Gepostet von: Camino Filmverleih

Veröffentlicht am 20.09.2013

Frankreich 1765.

Das bürgerliche Mädchen Suzanne Simonin (Pauline Étienne) ist jung, hübsch und klug. Als es von ihrer Familie dazu gedrängt wird, das klösterliche Gelübde abzulegen, entdeckt sie ein lang gehütetes Geheimnis der Mutter (Martina Gedeck), das fortan ihr Leben bestimmen wird: Suzanne kam unehelich zur Welt und soll für die Schuld der Mutter sühnen. Widerwillig beugt sich das Mädchen seinem Schicksal.

Doch auch hinter Klostermauern bleibt Suzannes Hunger nach Freiheit und Selbstbestimmung ungebändigt und es beginnt ein langer, leidenschaftlicher Kampf gegen vorherrschende Konventionen und Religiösen Fanatismus. Suzanne erfährt Heuchelei, Grausamkeit, Gewalt und Verführung. Um ihren Willen zu brechen, unterwirft Mutter Oberin Christine (Louise Bourgoin) sie furchtbaren Erniedrigungen. Suzanne erreicht, dass sie in ein anderes Kloster verlegt wird, wo sie sich jedoch der obsessiven Zuneigung der Mutter Oberin von St. Eutrope (Isabelle Huppert) ausgesetzt sieht.

Quelle: www.youtube.de