Kirchentag

Kirchentag steht für:

  •     den Deutschen Evangelischen Kirchentag, der seit 1949 alle zwei Jahre in wechselnden    deutschen Großstädten abgehalten wird
  •     die Evangelischen Kirchentage in der DDR, die seit 1962 regional stattfanden
  •     den Deutschen Evangelischen Kirchentag (1848–1872), wie er als Laien- und Amtsträgerbewegung in Reaktion auf die 1848er Revolution entstand und bis 1872 existierte
  •     den Deutschen Evangelischen Kirchentag (1919–1930), der als kirchenamtliche Vereinigung von 1919 bis 1930 bestand
  •     den Ökumenischen Kirchentag, der seit 2003 in unterschiedlichen Abständen in Deutschland stattfindet
  •     das Kirchenparlament der Bremischen Evangelischen Kirche
  •     Katholikentag, Kirchentag der katholischen Kirche   

Der Katholikentag ist eine mehrtägige Zusammenkunft primär römisch-katholischer Christen des jeweiligen Landes in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in einem mehrjährigen Turnus stattfindet (in Deutschland in der Regel alle zwei Jahre). Ihre Ursprünge liegen im Verbandskatholizismus und den Laienbewegungen des 19. Jahrhunderts. Mehr und mehr hat er sich zu „ein[em] für die Identität der Katholiken wichtige[n] Glaubensfest“ entwickelt.

In Deutschland gibt es den Katholikentag seit 1848, in Österreich seit 1877 und in der Schweiz seit 1903.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) ist eine Bewegung evangelischer Laien, die alle zwei Jahre mehrtägige Großveranstaltungen (Kirchentage) durchführt.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag versteht sich als eine freie Bewegung von Menschen, die der christliche Glaube und das Engagement für die Zukunft von Kirche und Welt zusammenführt. Er ist institutionell unabhängig von den evangelischen Kirchen.

Der Kirchentag 2017 fand vom 24. bis 28. Mai in Berlin und der Lutherstadt Wittenberg statt. Der Kirchentag 2019 wird vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfinden.

Themen sind neben dem Christentum viele politische und gesellschaftliche Themen unserer Zeit, wie z. B. der Dialog zwischen Juden und Christen seit 1961 in Berlin oder das Evangelisch-katholische Gespräch 1965 in Köln. Die Friedensbewegung der 1980er wurde durch den Kirchentag stark beeinflusst. Erste große Friedensdemonstrationen fanden anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentages im Juni 1981 in Hamburg und 1983 in Hannover (Motto: „Umkehr zum Leben“) statt.

Das kleinere (und ältere) römisch-katholische Pendant zum Kirchentag ist der Katholikentag. Der erste ökumenische Kirchentag fand 2003 in Berlin statt. Gastgebende Stadt des zweiten Ökumenischen Kirchentages war im Mai 2010 die Stadt München. Die ökumenischen Kirchentage werden gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZDK) organisiert.

Der Ökumenische Kirchentag (ÖKT) ist ein ökumenisches Laientreffen von Christen, vor allem der beiden großen Konfessionen in Deutschland.

Er wird gemeinsam vom Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken organisiert.

Geschichte

Das erste Ökumenische Pfingsttreffen mit 8270 Dauerteilnehmern fand vom 3. bis 5. Juni 1971 auf Einladung des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Augsburg statt.

Der erste Ökumenische Kirchentag fand 2003 in Berlin statt. Die Losung des Ökumenischen Kirchentags 2003 lautete Ihr sollt ein Segen sein. Es kamen über 200.000 Dauerbesucher.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.de