"Die Ungerechtigkeit der Welt"- Braucht der Mensch noch Religion?

Gepostet von: MrMarxismo

Veröffentlicht am 13.07.2018

Braucht der heutige Mensch noch Religion? - Dr. Michael Schmidt-Salomon
Der KETZERTAG MÜNSTER  (9.5. -12.5.2018) ist eine Veranstaltungsreihe des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) e.V. sowie der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs).
Mehr Infos:
http://www.ketzertag.de/index.html
https://www.ibka.org/
www.giordano-bruno-stiftung.de

Zur Video-Diskussion - "Die Ungerechtigkeit der Welt" -
"Hunger im 21.Jahrhundert ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Lebensmittel stehen jederzeit an jedem Ort der Welt zur Verfügung, wenn auch zu einem hohen Preis.
Das ist das Fazit eines Symposions an der Harvard-Universität, wo sich vor einiger Zeit namhafte Forscher über das "Phänomen Somalia" gebeugt haben.
Heutzutage seien Hungersnöte immer von Menschen gemacht, so die Forscher."
Quelle: FAZ (23.2.2012)

"Der Hunger tötet weltweit ungefähr 100.000 Menschen täglich. Kaum jemand spricht über diesen Völkermord, von Abhilfe ganz zu schweigen."
Prof. Jean Ziegler (Ex-UN - Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung)

Während 20% der Menschheit in den reichen Ländern ca. 80% der Ressourcen verbrauchen, (USA ca. 6% verbrauchen ca. 50% aller Ressourcen) hungern gleichzeitig weltweit mehr als 1 Milliarde Menschen (vielfach Kleinbauern, ohne eigenes Land oder ausreichend bezahlte Lohnarbeit) und es sterben Viele an armutsbedingten Krankheiten...

Weltweit gibt es nicht nur einen großen Nahrungsmittelüberfluss, sondern es werden auch viele Millionen Tonnen Lebensmittel bewusst vernichtet!
Fakt ist: Nach Angaben der FAO könnte die heutige Landwirtschaft kann ca.12 Mrd. Menschen ernähren!

Sie schreiben: „Der dritte Weltkrieg gegen die dritte Welt hat längst begonnen. 54 Millionen Menschen sind 2016 gefallen.“

Das ist doch polemisch gemeint, oder?

Nein, das ist durch Fakten belegt. Diese Menschen sterben durch Kriege, Hunger, Kindersterblichkeit, durch verseuchtes Wasser oder an sich längst besiegte Epidemien.

Wer konkret führt diesen Krieg?

Wir leben unter der Weltdiktatur des globalisierten Finanzkapitals.
Die Oligarchie der 500 größten Konzerne kontrolliert 52,8 Prozent des Weltbruttosozialproduktes, also aller in einem Jahr produzierten Reichtümer.

Das ist eine Machtfülle, wie sie kein König, Kaiser, Papst je hatte.

Die Konzerne entschwinden jeder staatlichen Kontrolle und folgen nur einer Strategie: Profitmaximierung.
Heute sind in den USA die Milliardäre ja direkt an der Macht.

Ist der Kapitalismus reformierbar?

Glaube ich nicht.
Die Grundprinzipien sind seit 200 Jahren Konkurrenz, Marktwillkür und Monopolisierung von Macht.
Dem gegenüber lebt in uns der Wille zu einer ganz anderen Gesellschaft, die nach dem Prinzip organisiert ist: von jedem nach seinen Fähigkeiten, für jeden nach seinen Bedürfnissen."
Quelle: Prof.Jean Ziegler

m.kurier.at/wirtschaft/global...

Quelle: www.youtube.de