Diskussion um Blasphemie-Paragraphen: "Religiöse Gefühle" - Michael Schmidt-Salomon bei Kulturzeit

Gepostet von: gbs Koblenz

Veröffentlicht am 22.01.2015

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Petition zur Streichung des „Gotteslästerungsparagraphen“

Diskussion um Blasphemie-Paragraphen: Was sind religiöse Gefühle? Gibt es so etwas überhaupt? Und wenn ja, verdienen sie dann einen besonderen Schutz, sogar durch das Strafgesetzbuch? Etwa durch den sogenannten Blasphemie-Paragraphen 166 StGB?

Papst Franziskus sagte kürzlich: "Wenn mein lieber Freund meine Mutter beleidigt, erwartet ihn ein Faustschlag." Franziskus wollte damit die Grenzen der Meinungsfreiheit aufzeigen, denn, so der Papst: "Viele Menschen ziehen über Religion her, das kann passieren, hat aber Grenzen." In den 1970er Jahren war bei Demonstrationen gegen das Abtreibungsverbot ein oft gehörter Slogan: "Hätt' Maria abgetrieben, wär' uns der Papst erspart geblieben". Ist das eine Verletzung der religiösen Gefühle oder Meinungsfreiheit?

In den 3sat-Ländern wird per Strafgesetzbuch die Herabwürdigung religiöser Lehren geahndet. Zumindest auf dem Papier. Deshalb ist jetzt auch eine Debatte um den "Blasphemie-Paragraphen" entstanden, darüber, ob man ihn nicht gänzlich abschaffen sollte. Sogar katholische Staatsrechler befürworten dies, denn "Gott kann man nicht beleidigen" und "Gott hat Humor". Doch wie sieht es bei Gläubigen und ihren religiösen Gefühlen aus?

Quelle: www.youtube.de