Wolfi war die Rettung

Ein Jahr später war ich mit meinen Freunden im Wald zum Zelten. Wir saßen um das Lagerfeuer herum, lachten, sangen und erzählten uns Witze. Es war eine sehr gute Stimmung. Am Himmel leuchteten die Sterne, es war so romantisch.

 

Plötzlich sagte mein Freund neben mir ganz erschrocken: „Siehst du die Augen im Wald?“ Es war klar – das waren die Wölfe. Aber wir hatten das große Lagerfeuer und die Wölfe haben sich nicht getraut, näher zu kommen. Uns allen wurde sehr mulmig, als das Feuer schwächer wurde. Die Augen kamen näher und näher. Bevor das Feuer ganz ausging, dachten wir nur noch – das ist das Ende mit uns. Den Atem der Wölfe konnte man schon spüren.

 

Da meldete sich Robbi rechts vor mir: „Mark ich habe in die Hosen gemacht“. Links von mir flüsterte Fabian: „Ich auch, und du nicht?“ Ich sagte: „Ich noch nicht, aber ich stehe kurz davor.“

Plötzlich hörte ich ein lautes Jaulen und ein Wolf lief direkt auf mich zu und blieb vor mir stehen. Ich erkannte ihn – es war mein Wolfi. Er leckte mein linkes Ohr und drehte eine Runde schützend um uns. Danach verschwanden die drohenden Augen im Wald und auch Wolfi mit ihnen.

Gut, dass ich meinen Wolfi hatte, denn Jesus hat sich nicht blicken lassen. Oder doch? Hatte er vielleicht den Wolfi auf uns aufmerksam gemacht?

Schöne Geschichte?

Jaaaa!

Opa, erzähl' mir noch eine witzige Geschichte!

Heute, keine Geschichte mehr! Du musst jetzt ins Bett gehen.