Elefanten suchen nach Wasser

Eine Elefantenfamilie suchte nach Wasser. Schon drei Tage hatten sie kein Wasser getrunken. Sie waren müde, am Ende ihrer Kräfte. Die Sonne war unbarmherzig.

Vater Tutti und Mutter Ulla sorgten sich um ihren kleinen Elefanten Ricki. Tutti führte das Kommando. Er kannte die Gegend. Sie hatten schon sieben bekannte Wasserquellen aufgesucht, aber sie waren alle ausgetrocknet. Der Klimawandel zeigt seine Wirkung.

Tutti sagte zu Ulla: „Ich kenne noch eine Wasserquelle nordöstlich, die hat immer Wasser. Das ist die letzte Quelle, die ich kenne. Wenn das nicht klappt, kann uns nur Gott helfen. Wir müssen durchhalten.“ Als sie ankamen, war die Quelle auch ausgetrocknet. Nach dieser bitteren Enttäuschung lagen sie entkräftet und übermüdet am Boden. Sogar die Palmen hier hatten keine Blätter mehr.

Und plötzlich wurde es Licht. Jesus erschien!

Er sagte zu den Elefanten: „Ihr müsst nur noch einen Kilometer nach Osten gehen und da werdet ihr das Wasser finden. Da habe ich für euch eine drei Sterne Oase eingerichtet. Da gibt es stehendes Wasser, fließendes Wasser, Palmen mit Schatten, Datteln, Saharablick. Genießt das ausgiebig. Das ist ein Wunder, aber es dauert nur drei Tage. Für länger bekam ich keine Baugenehmigung. Diese Ägypter sind alle korrupt! Ich muss meinen Papa erinnern, dass er wieder ein paar Plagen an die schickt.“

Tutti, Ulla und Ricki rafften sich auf und legten auch noch diesen Weg zurück. Als sie ankamen, fanden sie alles so, wie von Jesus versprochen, vor. Sie tranken, sie badeten, sie aßen drei Tage lang. Sie schliefen im Schatten, um Kräfte zu sammeln.

Am vierten Tag, als sie aufwachten, war alles vorbei. Kein Wasser, keine Palmen, kein Schatten, keine Datteln. Am vierten Tag übernahm Ulla das Kommando: „Jetzt gehen wir wieder nach Süden! Der Kongo ruft.“

Schöne Geschichte?

Jaaaa!

Opa, erzähl' mir noch eine witzige Geschichte!