Kängurus und die Sintflut

Gerade denke ich an die Kängurus - an die beiden Kängurus, die selektiv über die bevorstehende Flut informiert wurden. Sie mußten einen langen Weg zurücklegen, um die Arche Noah rechtzeitig zu erreichen. Nicht nur die Entfernung war groß, da lagen auch noch die Inseln dazwischen. Von beiden Kängurus wurden hier enorm große Sprünge erwartet. Und das Schnabeltier Ornithorhynchus anatinus - das behaarte entenhafte Säugetier - hatte eine viel leichtere Aufgabe. Es konnte schwimmen...

Und sie mussten sich beeilen, um rechtzeitig anzukommen. Einige, wie wir wissen, haben sich verspätet. Dinos sind nirgendwo zu finden …

Der gottesfürchtige Noah wurde von Gott rechtzeitig vor einer großen Flut gewarnt und beauftragt, ein großes kastenförmiges Schiff, eine Arche, zu bauen, um damit sich und seine Familie sowie die Landtiere zu retten.

Und dann begann der Regen!

Die Sintflut dauerte ein Kalenderjahr und 10 Tage. Selbst die Bergspitzen waren mit Wasser bedeckt. Die Flut wird in mehreren Phasen beschrieben (Wikipedia):

  1. In Noahs 600. Lebensjahr begann die Flut am 17. Tage des zweiten Monats.
  2. 40 Tage dauerte die Flut auf der Erde. Nach insgesamt 150 Tagen des Anschwellens nahm das Wasser ab.
  3. Am 17. Tag des siebenten Monats setzte die Arche im Gebirge Ararat auf.
  4. Am 1. Tag des zehnten Monats wurden die ersten Berggipfel sichtbar.
  5. Am 11. Tag des elften Monats öffnete Noah das Fenster und ließ einen Raben fliegen: Der flog aus und ein, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war.
  6. In Noahs 601. Lebensjahr hatte sich das Wasser am 1. Tag des ersten Monats verlaufen.
  7. Noah verließ am 27. Tag des zweiten Monats die Arche.

Nach dieser ausgiebigen Reise, nach allen Strapazen und Entbehrungen, verließen Noahs Familie und auch alle Tiere die Arche. Die beiden Kängurus sowie unser Schnabeltier Ornithorhynchus anatinus mussten jetzt den gleichen Weg nochmal zurücklegen. Einige springend, andere schwimmend kamen sie zurück in das weite Australien, um im fröhlichen Inzest ihre Spezies wieder zu erneuern.

Und da ist etwas, das mir Kopfzerbrechen bereitet. Was haben sie gegessen, als sie die Arche verlassen haben? So lange alle auf der Arche waren, ging es ihnen gut, da Noah anscheinend etwas zu Essen und zu Trinken für diese insgesamt über 1 Jahr dauernde Reise mitgenommen hatte. Für die Verpflegung musste er bestimmt die Hälfte der Arche reservieren. Für die Fleischfresser hatte er sicherlich das eine oder andere Schäfchen vorgesehen. Aber, er musste teuflisch aufpassen, dass er diese nicht mit den zwei „Auserwählten“ vertauschte.

Und jetzt gab es keinen Noah mehr, der sich um ihr Essen kümmerte. Aber es war nirgendwo etwas Essbares zu finden. Alle Pflanzen waren verfault und alle Tiere waren hungrig. Auch die Fleischfresser waren hungrig. Die zwei Schafe, die mitgereist waren, durften sie nicht essen. Diese Beiden mussten sich erst paaren und die Hungrigen mussten abwarten bis mehrere Schäfchen geboren waren, um die Fortpflanzung zu sichern. Und was sollten die Fleischfresser sie inzwischen essen? Und Schafe? Es gab kein Gras! Sie mussten zunächst warten, bis das Gras wuchs. Und der Magen knurrte...

Wie konnten sie überleben?

Das zweifelhafte „Geschichtsbuch“ gibt uns darauf keine Antwort.