Geburt, Tod und Auferstehung Jesu

Über das Leben und das Wirken des Sohnes Gottes Jesus Christus wurde viel geschrieben. Aber bei Geburt, Tod und Auferstehung Jesu sind einige Feinheiten offen geblieben. Da sind einige Ungereimtheiten, die ein bisschen näher erläutert werden sollten.

 

Über das Leben und das Wirken des Sohnes Gottes Jesus Christus wurde viel geschrieben. Aber bei Geburt, Tod und Auferstehung Jesu sind einige Feinheiten offen geblieben. Da sind einige Ungereimtheiten, die ein bisschen näher erläutert werden sollten.

Offiziel heißt es: „Im Christentum wird Jesus Christus als einziger menschgewordener Sohn Gottes verkündigt, der schon vor der Erschaffung der Welt war und den Gott von Ewigkeit her zur Erlösung aller Menschen gesandt habe und der selbst Gott ist.“ (1)

Hier wollen wir festhalten:

1. Den Sohn Gottes gab es also schon vor der Erschaffung der Welt. Es gab einen göttlichen Sohn Gottes, als Teil der Trinität, der somit ewig da war und ist.

Nennen wir ihn, um der Verwechslungsgefahr vorzubeugen, einfach Archibald, um diesem namenlosen Sohn einen Namen zu geben. Warum ausgerechnet Archibald? Der Name scheint mir sehr vertrauenswürdig. Ich habe mich durchgegoogelt und keinen Heiligen mit dem Namen gefunden.

Er bezeichnet sich als Gottes Sohn. Wir stellen hier die Frage nicht, wer seine Mutter war. Könnte es sein, dass Gott Vater selbst vor einigen Ewigkeiten, einen Sohn mit einer Göttin gezeugt hat? Aber darüber berichtet uns die Bibel nicht.

2. Dann gab es um das Jahr 0 einen menschlichen Sohn Gottes namens Jesus. Seine Mutter war, wie wir wissen, die Heilige Jungfrau Maria.

3. Und den menschgewordener Sohn Gottes nennen wir Jesus Christus.
Der göttliche Sohn Gottes dürfte sich hier mit dem neugeborenen menschlichen Sohn Gottes Jesus vereinen. Somit ist Jesus Christus Mensch und Gott in einem.

Wenn jemand das bis jetzt nicht verstanden hat, sollte er auch nicht weiter lesen...

Für die, die es weiter lesen möchten, hier noch mal die Feststellung: Es gibt also zwei Söhne Gottes, menschlicher Jesus und göttlicher Archibald. Durch die Symbiose der Beiden entstand Jesus Christus, der Mensch und Gott in einem ist. Alles klar?

Geburt Jesu

Heilige Maria, Frau Josefs, sollte den Sohn Gottes empfangen. Sie sollte eine Art Leihmutter werden. Diese Aufgabe hatte der Heilige Geist zu erledigen. Aber so einfach war das nicht. Er musste zuerst das Ei von Maria befruchten. Da sie Jungfrau bleiben sollte, war der konventionelle Weg nicht möglich. Lassen wir das als ein kleines Wunder gelten. Vielleicht hat dafür ein kräftiges Ausatmen oder einfaches Pusten des Heiligen Geistes ausgereicht.

Viele Menschenn glauben, dass der Begriff Unbefleckte Empfängnis von diesen Akt kommt.

Beim Eintippen des Begriffs „Unbefleckte Empfängnis“ habe ich mich bei „Unbefleckte“ vertippt. Da hat mich die automatische Textkorrektur direkt korrigiert und machte daraus „Unbefugte“.

Da mußte ich lachen! Auf die Idee wäre ich selbst nicht gekommen. Aber Google doch! Google weiß immer Bescheid!

Unbefugt war es auch, weil Maria die Ehefrau von Josef war. Da hat Gott gegen sein eigenes 10. Gebot „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib“ verstoßen. Wie kann so ein Gott ein Vorbild für die Menschen sein, frage ich mich.

Und was heißt dann „Unbefleckte Empfängnis“?

Nicht deswegen, weil der Heilige Geist keine Flecken auf den Laken gemacht hat? Auch Maria konnte auch keine Flecken gemacht haben, da sie nach wie vor Jungfrau war.

Antwort gab uns wieder www.kathpedia.com:

"Der Begriff der Unbefleckten Empfängnis (lateinisch immaculata conceptio), einer „Empfängnis ohne Erbsünde“, bezeichnet den Glauben daran, dass Maria, die Gottesmutter, durch Gottes Gnade im Moment ihrer Empfängis durch Anna und ihrer Zeugung durch Joachim vor der Erbsünde bewahrt wurde. Maria wird als (virgo) immaculata (concepta) "unbefleckte (unbefleckt empfangene) Jungfrau" bezeichnet und verehrt." Und 1854 wurde die Unbefleckte Empfängnis Mariä dogmatisiert.

Mehr darüber findet man unter www.katholisch.de.

Wie auch immer, es bleibt weiterhin ein Geheimnis, wie Marias Ei ohne Spermien befruchtet werden konnte. Mir wurde gesagt, du mußt das nicht wissen, es reicht, wenn du das glaubst. Und wenn ich glaube, dann ist alles klar – es stimmt alles.

In jeden Fall, bei dieser Gelegenheit, der Befruchtung, musste dem zukünftigen Sohn Gottes Jesus, die göttliche Fähigkeit verliehen werden. Da Gott als Solcher nicht geboren werden konnte, musste Jesus irgendwie anders zu seiner „zweiten Natur“ gelangen.

Da bereits der göttliche Sohn Gottes als ein Teil der Dreifaltigkeit vorhanden war, wir haben ihn Archibald genannt, musste der Heilige Geist ihn in den Körper Jesu nur noch irgendwie importieren, infiltrieren, integrieren, implantieren, einpflanzen, ...

Der menschliche Sohn Gottes Jesus, nur als Mensch, würde er nicht im Stande sein, die bevorstehenden Aufgaben, wie z.B. die Rettung der Menschheit, ohne göttliche Fähigkeiten zu erledigen.

Und jetzt die Überlegung, dass Jesus Körper nur eine Marionette war, nur eine Hülle, ist nicht ganz abwegig. Das göttliche „Wirken“ von Jesus kommt von Archibald. Dabei stellt sich die Frage, ob Archibald ein Ersatz für die Seele Jesus ist oder ist er zusätzlich zur Jesus Seele zu verstehen?

Beim Teufel sagt man, der Mensch ist vom „Teufel besessen“. Im Falle Jesu, können wir das Wort „besessen“ nicht verwenden, da es negativ behaftet ist. Wir könnten höchstens sagen, dass Jesus „mit Göttlichkeit bereichert, erleuchtet, angereichert, verstrahlt“ ist.

Somit wurde Jesus Christus wahrer Mensch und wahrer Gott im einen. Das ist in der Theologie als „Zweinaturen“ des Jesus bekannt. Sie wurde im Nicäa 325 n.Ch. Dogmatisiert. (2)

Wann und wie Archibald in den Körper Jesu durch das Wirken des Heiligen Geistes gelangte, ist nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass das kurz vor oder kurz nach der mystischen Befruchtung Marias stattfand.

Damit befand sich Archibald während der Schwangerschaft im Mutterleib von Maria. Er hat wohl die Entwicklung des Jesus Körpers miterleben müssen. Angefangen vom Fisch, Frosch, Wurm, … wie es auch immer weiter geht … bis Affe und schließlich bis zum Baby Jesus.

Wie schon erwähnt, Maria blieb nach der Befruchtung Jungfrau, was entscheidend wichtig für die Menschheit ist. Erst bei der Geburt kam ihre Jungfräulichkeit in Gefahr. Hier hat wahrscheinlich der Heilige Geist, der für die Geburt Jesu zuständig war, wieder mit einem Wunder aushelfen müssen. Einfach kräftig pusten! Dass Maria mehrere Söhne und Töchter hatte, wollen wir an der Stelle nicht erwähnen, sonst werden die Gläubigen entsetzt und bestürzt.

Bravo! Das Christkind ist gesund geboren und die Mutter ist Jungfrau geblieben. Obwohl das mit der Jungfrau ein Übersetzungsfehler Jes 7-14 (3) war. „Junge Frau“ wurde mit „Jungfrau“ übersetzt. Aber, wenn die Kirche einen Fehler macht, gibt sie ihn doch nicht zu, lieber macht sie daraus eine Dogma. Außerdem „Jungfrau“ klingt viel besser, oder? Sie musste das sogar ihr ganzes Leben bleiben (festgelegtes Dogma beim Konzil in Konstantinopel im Jahre 553). Armer Josef, für ihn gab es keinen Sex mit Maria.

Und so kam der kleine Jesus als Sohn Gottes, als Mensch und Gott, auf die Welt. Seine Ankunft wurde zu einem großen Ereignis. Da kamen drei Weise aus dem Morgenland mit Geschenken, da war der Stall mit Krippe, schön beleuchtet und geschmückt, viele Hirten waren dabei, es fielen die Sterne vom Himmel – ein richtig großes buntes Ereignis. Da die Menschen davon so fasziniert waren, versuchten sie diese Stimmung zu jedem Geburtstag Jesu zu wiederholen.

Leben Jesu

Von der Geburt bis zu seinem 30. Geburtstag haben wir nicht viel von dem jungen Jesus erfahren können.

Erst in späteren Jahren hat er so ein paar Taten und bemerkenswerte Wunder vollbracht. Das Wunder mit den Fischen, ein paar Krankenheilungen, Brotvermehrung, Blinde wieder sehen lassen, Lahme wieder gehen lassen, Tote aufwecken, Spaziergang übers Wasser... Auch ein paar kluge Gedanken und Hinweise hat er von sich gegeben. Erst als er vor der Kirche in Jerusalem Randale machte und sich als König der Juden bezeichnete, wurde er verhaftet. Danach ging es Schlag auf Schlag. Pontius Pilates, Golgatha, Kreuzigung...

Über das Leben Jesu wurden viele, schöne, dicke Bücher geschrieben. Da kann man alles finden über sein Leben und sein Wirken.

Sein Leben war eigentlich nicht so wichtig. Das Wichtigste in seinem Leben war, dass er am Kreuz elendig starb. In Qualen für uns! Deswegen lieben wir ihn so unermesslich! Außerdem er hat uns damit mehr oder weniger gerettet oder so.

Bei Bernd Vowinkel findet man folgende Aussage über Jesus: „Neben einigen positiven Sinnsprüchen wird Jesus als eine Person [in der Bibel] dargestellt, die von einem großen Sendungsbewußtsein geleitet war und wenig Respekt vor dem Eigentum und der Weltanschauung anderer hatte. Wegen seiner ständigen Drohungen mit Finsternis und ewiger Verdammung muss man ihn als rachsüchtig, gehässig und grausam bezeichnen.“ (4)

Die Gläubigen sehen ihn selbstverständlich in viel positiverem Licht. Der Glaube macht alles möglich...

Tod Jesu

Nach seiner Verurteilung, wurde Jesus ans Kreuz genagelt. Und die Menschen trauerten um ihn. Alle waren da, Mutter Maria, Maria Magdalena usw... War der Vater Josef auch da?

Jesus litt am Kreuz, da er einen Menschenkörper hatte. Aber Archibald als Gott, der irgendwo im Körper anwesend war, konnte nicht leiden, weil er Gott war. Warum hat er das Leiden Jesu nicht beendet? Er hätte das tun können, aber er ließ Jesus weiter leiden. Warum? Wegen des effektiven Eindrucks auf die Menschen? Einfach nur böses Marketing? Oder nur Theater?

Anschließend wurde Jesus gemeinsam mit Archibald begraben. Archibald hätte, durch seine göttlichen Fähigkeiten, den Jesus gleich ins Leben zurückrufen können, aber er wartete, wartete noch drei lange Tage.

Auferstehung Jesu

Erst am dritten Tag, als der Verwesungsprozess bereits begonnen hatte, brachte Archibald den Jesus wieder unter die Lebenden. Wollte er dadurch einen besseren Eindruck bei den Menschen hinterlassen? Wieder böses Marketing?

Andererseits ist das nicht ein schwaches Opfer, wenn man nach drei Tagen wieder auftaucht? Jesus sollte eigentlich für die Sünden der Menschen sterben. Und dieser Tod für nur drei Tage sollte reichen? (5)

Wie auch immer, jetzt sind die Beiden im Himmel angelangt: Archibald als Teil der heiligen Dreifaltigkeit und Jesus als Mensch. Sind diese zwei Söhne Gottes jetzt Brüder? Der Eine als Gott der Andere als Mensch? Sind sie wieder getrennt, oder noch immer als Sohn Gottes Jesus Christus vereint? Fragen über Fragen?

Die katholische Kirche hat im Jahre 1950 und damit mitten im 20. Jahrhundert festgestellt, dass auch die Mutter Gottes mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde (6). So sind Mutter und Sohn wieder vereint. Happyend!

Wenn sie jetzt behaupten „Ich glaube an Jesus“, muß ich hier eine Frage stellen: „An welchen Jesus, glauben sie denn?“. An den einen mit dem Menschenkörper oder den göttlichen Sohn, der sich im Körper Jesus vermenschlichen lässt. Wenn sie an Jesus als Mensch glauben, der wird ihnen nicht viel helfen können. Er ist genau eine arme Sau wie sie selbst. Verraten, ausgenutzt, verlassen und am bitteren Ende ans Kreuz genagelt. Auf den göttlichen Sohn, der eigentlich Gott selbst ist, können sie lange warten...

Nach all diesen Ausführungen, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Jesus Christus Geschichte eines der komplexesten, dubiosesten und am wenigsten glaubwürdigen religiösen Konstrukte überhaupt ist.

Literatur:

1) de.wikipedia.org/wiki/Sohn_Gottes
2) Heinz-Werner Kubitza: Jesuswahn, Seite 241
3) Heinz-Werner Kubitza: Jesuswahn, Seite 297
4) Bernd Vowinkel: Wissen statt Glauben, Seite 64
5) Heinz-Werner Kubitza: Dogmenwahn, Seite 341
6) Heinz-Werner Kubitza: Dogmenwahn, Seite 216