Frauenquote dort oben

Frauen in die Führungspositionen!

Nach dem neuen Plan der Bundesregierung sollte ab 2016 die Frauenquote in Aufsichtsräten der größten Unternehmen Deutschlands nicht weniger als 30 Prozent betragen. Auch in der Politik soll die Frauenquote die Marke von 40% erreichen.

Aber die Frauenquote ist für die katholische Kirche noch immer kein Thema – da sind die Frauen höchstens als Nonnen in Klöstern vorzufinden – und das wär’s dann schon! Seit der letzten Päpstin, und das passierte nur aus Versehen, ist keine Frau mit höheren kirchlichen Ämtern betraut worden.

Aber oben, dort ganz oben, die drei Oligarchen, der Gott, Jesus und der Heilige Geist, ein Trio, ein Triumvirat, Trinität, Trismegistos und das jeder versteht – Götterdreiheit - die Heilige Dreifaltigkeit, haben diesen allgemeinen Trend über Frauenquote in Erfahrung gebracht.

Sie erfüllen zurzeit hauptsächlich mit dem Blitz und Donner die irdischen Belange mit nicht allzu viel Gefühl. Und wie sie das in der letzten Zeit tun, kann sich sehen lassen: Tsunamis, Überschwemmungen, Taifune, Tornados, Hurrikans, Erdbeben usw. Offensichtlich haben sie über diese Ereignisse die Kontrolle verloren. Sie sind damit einfach überfordert. Da haben sie sich entschieden ihren Verwaltungsapparat mit einer Frau zu erweitern. Vielleicht könnte sie einige neue, gute Ideen einbringen.

Und dann haben sie sich auf die Suche begeben. 

 

Zuerst dachten sie an die heilige Maria Magdalena. Sie ist hübsch und nett und man könnte sie in einem Verwaltungsgremien gut gebrauchen. Dann haben doch die Drei davon Abstand genommen, da Maria Magdalena einen schlechten Ruf hatte. (Sie war nämlich in dem ältesten Gewerbe der Menschheit tätig.)

Danach haben sie ein anderes Extrem in die Erwägung gezogen. Diesmal sollte es die frisch gekürte heilige Mutter Teresa werden, eine kleine, zierliche, undurchsichtige, grausame …. Nein, nein, nein – das doch nicht, das tun wir uns nicht an, waren sie sich alle drei einig. 

Dann meldete sich Jesus zur Wort: „Wenn wir schon die Heiligen aufzählen, wie steht es eigentlich mit meiner Mama? Sie ist noch Jungfrau und außer diesem einen Seitensprung, kannst du ihr nichts Weiteres vorwerfen.“

„Ja, es stimmt, du hast Recht. Wie kam ich selbst nicht gleich auf diese Idee?“, sagte sein Vater. Der Heilige Geist grinste dabei vor sich hin...

Also, hier kann man sehen, da oben funktioniert das auch – die Familienmitglieder werden bevorzugt behandelt.

„Und sie hat auch gute Referenzen“, setzte Vater fort. „Sie ist seit Jahren da unten tätig - in Lourdes, Fatima, Marpingen, La Salette-Fallavaux, Dietrichswalde, Dechtice, Soufanieh und weiß Gott wo … besonders in Medjugorje in Bosnien und Herzegowina – da macht sie sogar Überstunden. Ohne sie, würde unsere PR recht bescheiden aussehen. Das müssen wir doch honorieren.“ 

Mit ihrem Eintritt in die göttlichen Verwaltungsriegen, hätten wir es hier mit einem Familienbetrieb zu tun.

Gott und der Heilige Geist haben sich bei der Gelegenheit an die Zeiten erinnert, als sie sich in die Ehe von Joseph und Maria einmischten. Wie die das vollbracht haben, weiß nur Gott selbst – da die Maria anschließend noch Jungfrau blieb. Jetzt haben sie die Chance in die Familienangelegenheiten ein bisschen Ordnung zu bringen und die Beziehung zu legalisieren. Die Familie wäre jetzt komplett. Aber der Heilige Geist passt in das Konzept nicht so ganz rein. Doch das müssen sie selbst wissen. Hausfreunde gab‘s immer…

So beträgt die Frauenquote jetzt da oben ganze 25 Prozent. Und darauf kommt es an!

Alter Hut

Ein unbekannter Schöpfer des sakralen Kunstwerks: Krönung Mariens mit der später verbotenen Darstellung der Dreifaltigkeit als Figur mit drei Köpfen und zwei Armen.