Nachricht von neuen Sternen

Sidereus Nuncius. Nachricht von neuen Sternen

Autor: Galileo Galilei

Herausgeber: Hans Blumenberg

Vorwort: Hans Blumenberg

Verlag: Suhrkamp

Erschienen: 1980

Erschienen: 1610

267 Seiten

Die Schrift mit dem Titel Sidereus Nuncius wurde von Galileo Galilei verfasst. Sie erschien 1610 in lateinischer Sprache in Venedig, gedruckt in 550 Exemplaren in der Offizin von Thomas Baglioni. Sie war die erste wissenschaftliche Abhandlung, die auf astronomischen Beobachtungen beruhte, die mit einem Teleskop gemacht wurden.

Titel

Das Wort Nuncius (klassisch nuntius) im Titel kann sowohl mit Bote als auch mit Nachricht übersetzt werden. Der Titel lässt sich daher als Sternenbote oder auch Nachricht von den Sternen übersetzen.

Inhalt

Der Mathematiker, Astronom und Physiker Galileo Galilei veröffentlichte die kurze lateinische Abhandlung im März 1610. Sie enthält die Ergebnisse von Galileis frühen Fernrohr-Beobachtungen des Mondes, der Sterne und der Jupitermonde.

Fernrohr

Für seine Beobachtungen verwendete Galilei ein holländisches Fernrohr mit zwanzigfacher Vergrößerung. Solche Fernrohre werden heute auch Galilei-Fernrohre genannt. Im Sidereus Nuncius beschreibt Galilei, wie ein gut funktionierendes Fernrohr zu bauen sei.

Mond

Galilei beobachtete, dass die Linie, die den hellen Teil des Mondes von dem dunklen Teil trennt (die Tag-Nacht-Grenze), glatt verlief in dunkleren Regionen des Mondes, jedoch unregelmäßig in helleren Bereichen. Daraus leitete er ab, dass die dunkleren Regionen niedrig-liegende Ebenen seien, die helleren uneben und von Bergen bedeckt. Galileis Stiche der Mondoberfläche waren der Beginn der Mondkartierung (Selenografie). Obwohl die Zeichnungen so genau sind, dass sich daraus sogar das exakte Beobachtungsdatum zurückrechnen lässt, setzte Galilei die Abbildung eines nicht-existenten großen Mondkraters an der Tag-Nacht-Grenze hinzu.

Sterne

Galilei berichtet, dass er mindestens zehnmal so viele Sterne mit dem Fernrohr sehen konnte als mit dem bloßen Auge. Seine Sternkarten des Oriongürtels und der Plejaden zeigen einige der neu beobachteten Sterne. Mit bloßem Auge konnten Beobachter nur sechs Sterne im Sternbild des Stiers sehen; mit seinem Fernrohr sah Galilei fünfunddreißig. Er berichtet auch, dass einige im Sternenkatalog des Ptolemäus als „neblig“ bezeichnete Sterne sich aus vielen kleinen Sternen zusammensetzten. Ebenso urteilt er, dass die Milchstraße aus unzähligen Sternen bestehe, die zu klein und entfernt seien, um mit bloßem Auge als solche erkannt zu werden.

Jupitermonde oder Mediceische Sterne

Im letzten Teil des Sidereus Nuncius berichtet Galilei von seiner Entdeckung von vier Objekten, die nahe dem Jupiter auf einer geraden Linie standen. In der ersten Nacht sieht er drei kleine Sterne auf einer Linie parallel zur Ekliptik; die folgenden Nächte zeigen sich wechselnde Anordnungen und ein viertes Objekt seinem Blick. Daraus, dass sie ihre Position zum Jupiter von Nacht zu Nacht ändern, aber immer auf der gleichen Linie stehen, schließt Galilei, dass es sich um vier Körper auf Umlaufbahnen um den Jupiter handle. Zu Ehren der vier Söhne der Familie Medici nennt er die Körper Mediceische Sterne.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org