Papst Julius vor der Himmelstür

Papst Julius vor der Himmelstür

Julius exclusus e coelis

Autor: Erasmus von Rotterdam

Nachwort, Übersetzer:  Werner von Koppenfels

Verlag: Dieterich'sche Verlagsbuchh. Mainz; Auflage: 3 (10. Oktober 2011)

Erschienen: 2011

Verfasst: 1513

170 Seiten

"Der Papst der römischen Kirche ist der Nachfolger des Petrus, dem Christus die Schlüsselgewalt am Tor zum Himmel übertragen hat. Das ist, in einem Satz, die spirituelle Grundlage der Macht des mittelalterlichen Papsttums. (…) An dieses Fundament rührt ein beispiellos kühner Dialog, der seit jeher dem Humanisten Erasmus von Rotterdam zugeschrieben wird. Ein soeben verstorbener Papst, der gewaltsame und weltliche Julius II., den wir vor allem als Auftraggeber Raffaels und Michelangelos im Gedächtnis haben, gelangt an die Himmelspforte und wird von Petrus nicht eingelassen.

Wer sich mit der aufgewühlten geistigen Lage vor dem Sturmlauf der Reformation bekannt machen will, sollte dieses brillante Stück lateinischer Prosa lesen, das Werner von Koppenfels jetzt zweisprachig mit deutscher Übersetzung herausgegeben hat. Schon Dante hatte einzelne Päpste in die Hölle geschickt; doch so schneidend, so witzig und zugleich so grundsätzlich umfassend war die Institution des Papsttums vorher noch nie angegriffen worden."
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung