Die Aufklärung

Die Aufklärung ist eine geistige Strömung, die Europa im Laufe des 18. Jahrhundert wachrüttelte. Von Paris ausgehend, breitete sie sich über ganz Europa bis hin zu den amerikanischen Kolonien aus. Netzwerke von Schrifstellern und Denkern gaben dem 18. Jahrhundert eine bemerkenswerte geistige Geschlossenheit.

In allen bedeutenden europäischen Sprachen verstand sich die Aufklärung als ein Zeitalter des Lichts: the Enlightenment, l'âge des Lumières, die Aufklärung, illuminisimo.

Die Intellektuellen der Aufklärung fühlten sich als Teil einer großen Bewegung, die die höchsten Bestrebungen und Möglichkeiten der Menscheit verkörperten. Sie waren Reformer, die glaubten, dass ihrer Sache am besten durch die neue Begeisterung für Diskussion, Kritik und sachliche Auseinandersetzung gedient sei.

Die Epoche der Aufklärung, die im 18. Jahrhundert begann, ist wohl noch lange nicht beendet. Noch immer kämpfen Menschen überall auf der Welt für Toleranz und Vernunft, für Freiheit und Menschenrechte in einem Bund freier Bürger.

Den Mut, von dem Kant spricht, braucht es heute wie damals. Auch die ersten Kämpfer der Aufklärung hatten es mit Gefängnis, Exil und Todesdrohungen zu tun. Damals standen an vorderster Front: John Locke, Voltaire, Diderot, Rousseau, aber auch Kant, Franklin, Jefferson und viele andere.

Die Feinde der Freiheit und die Verhinderer eigenen Denkens treten vielleicht in neuen Kostümen auf, besiegt sind sie deshalb noch nicht. Lernen wir also aus der Geschichte, wie man Licht ins Dunkel bringt.

Quelle: www.tibiapress.de (Die Aufklärung. Ein Sachcomic)