HVD - Humanistischer Verband Deutschlands

Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) ist ein 1993 gegründeter eingetragener Verein zur Förderung und Verbreitung einer weltlich-humanistischen Weltanschauung und zur Interessenvertretung von konfessionslosen Menschen in Deutschland. Der Bundesverband besteht aus zwölf Landesverbänden in dreizehn Bundesländern. Er ist Mitglied der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, der Europäischen Humanistischen Föderation und des Koordinierungsrates säkularer Organisationen in Deutschland.

Tätigkeitsbereiche

Praktischer Humanismus

Mit seinen Kindertagesstätten, Sozialstationen, Beratungsstellen, betreutem Wohnen, lebensbegleitenden Feierangeboten, Sterbebegleitung und Trauergruppen erbringt der Humanistische Verband ein breites Spektrum an Dienstleistungen, die Tätigkeitsbereiche der Landesverbände variieren jedoch stark. Das Angebot ist regional begrenzt.

Bildungs-, Jugend- und Sozialarbeit

Die Landesverbände sind Träger von vier Dutzend Kindertagesstätten, unter anderem in den Städten Berlin, Braunschweig, Fürth, Hannover, München, Nürnberg und Regensburg sowie von Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und von Schulstationen, Schülerclubs und Kinder- und Jugendzentren.

Der Humanistische Verband unterhält und fördert einen eigenen Jugendverband, die Jungen Humanistinnen und Humanisten in Deutschland (JuHu Bund). Der Jugendverband besteht aus neun Landesverbänden. Deren Ziel ist es, bei Wahrung der organisatorischen Selbständigkeit zusammenzuarbeiten, ihre gemeinsamen Interessen in der Öffentlichkeit zu vertreten und die Belange junger Menschen zu fördern. Sie veranstalten Freizeitfahrten und Sommercamps, engagieren sich in der Jugendarbeit und -bildung sowie der Beratung und Durchführung von Jugendfeiern. Deren Tätigkeiten sind ebenfalls regional sehr unterschiedlich stark ausgeprägt.

In Berlin unterhält der Verband außerdem Familienzentren und Sozialstationen sowie ambulante und stationäre Hospize und er betreibt seit 2012 eine Fachschule für Sozialpädagogik.

Der HVD Bayern betreibt mit dem Turm der Sinne eine wissenschaftspädagogische Erlebnisausstellung in einem Turm der Nürnberger Stadtmauer.

Außerdem will der Verband analog zur kirchlichen Seelsorge in der Bundeswehr eine Art „humanistische Beratung“ aufbauen.

2008 wurde vom HVD Bayern eine humanistische Grundschule in Fürth eröffnet, die von rund 100 Schülern besucht wird. Am selben Ort befinden sich eine humanistische Kindertagesstätte und eine humanistische Kinderkrippe.

Jugendfeiern und Feiern an Wendepunkten des Lebens

Ein Tätigkeitsfeld bildet die Veranstaltung von Jugendfeiern, einem Kulturprogramm mit anschließendem Festakt zur symbolischen Kennzeichnung des Übergangs vom Jugend- in das Erwachsenenalter. Die Feiern werden als nichtreligiöse Alternative zu Konfirmation oder Firmung angeboten. Außerdem werden für nichtreligiöse Menschen die Namensfeier, die humanistische Hochzeitsfeier und am Lebensende die weltliche Trauerfeier angeboten. 2014 nahmen an den Jugendfeiern des Landesverbandes Berlin-Brandenburg 4042 Jugendliche teil und 2018 nahmen insgesamt etwa 6.400 Jugendliche an den Jugendfeiern des Humanistischen Verbandes und seiner Regionalverbände in Berlin und Brandenburg teil.

Humanistische Lebenskunde

Der Verband ist zuständig für Humanistische Lebenskunde, einen freiwilligen Weltanschauungsunterricht auf Basis einer humanistischen Lebensauffassung. Der Unterricht ist als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht konzipiert. Seit 1982 wird er in West-Berlin, nach der Deutschen Wiedervereinigung in ganz Berlin und seit 2007 auch an Brandenburger Schulen angeboten. In Bayern ist ein vergleichbares Fach als Humanistischer Unterricht an einer Grundschule in Fürth seit 2008 als ordentliches Fach zugelassen. Die Angehörigen des Verbandes setzen sich für die Zulassung und Einführung des Schulfaches in allen Bundesländern ein.

Im Verhältnis zum Religionsunterricht als ordentlichem Pflichtfach an Schulen ist die Position des Verbandes, dass konfessioneller Religionsunterricht ebenfalls ein freiwilliges Zusatzfach werden sollte. Der Verband fordert einen allgemein verbindlichen, verpflichtenden Ethikunterricht an öffentlichen Schulen. Der Humanistische Verband in Berlin beteiligte sich am Bündnis, das sich während der Kampagne Pro Reli für den Erhalt des Ethikunterrichts einsetzte. Weltanschaulicher Unterricht, ob von Weltanschauungsvereinigungen religiöser oder nichtreligiöser Menschen, sollte freiwillig sowie inhaltlich und formal in eigenständiger Verantwortung der entsprechenden Gemeinschaften gestaltet werden.

Zentralstelle Patientenverfügung

Der Verband unterhält eine 1993 gegründete Zentralstelle Patientenverfügung. Sie war bis zur Verabschiedung der gesetzlichen Regelung zur Patientenverfügung in der für den Gesetzentwurf zuständigen Arbeitsgruppe des Bundesjustizministeriums vertreten. Sie ist gemeinnützig und bietet neben verschiedenen Modellen der Patientenverfügung sowie einer zentralen Hinterlegungsstelle Beratungen zu Fragen des selbstbestimmten und humanen Sterbens an, leistet Betreuung und Unterstützung für Hinterbliebene oder organisiert Vorträge zum Thema. Außerdem werden Fortbildungen für Mitarbeiter von Betreuungseinrichtungen öffentlicher und privater Träger durchgeführt. Zum Arbeitsfeld gehört auch die politische Interessenvertretung im Bereich des Humanen Sterbens.

Humanistische Akademien

Der Verband unterhält „Humanistische Akademien“ als rechtlich selbstständige Studien- und Bildungswerke. Die Bundesakademie wie auch die Landesakademien sind Zusammenschlüsse von Einzelpersonen und Körperschaften, die sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen von Natur, Mensch und Gesellschaft unter humanistischen Prinzipien zum Ziel gesetzt haben. Die Bundesakademie ist seit 2009 eine von der Bundeszentrale für politische Bildung anerkannte Bildungseinrichtung. Zu den regelmäßigen Kooperationspartnern gehört u. a. die Friedrich-Ebert-Stiftung.

In Berlin, Bayern und Niedersachsen existieren Landesakademien, die wissenschaftliche und bildende Veranstaltungen wie Vorträge, Podiumsdiskussionen, Symposien, Arbeitskreise, Tagungen ausrichten und Angebote zur weltanschaulichen, politischen sowie sozialen Aus-, Fort- und Weiterbildung im Sinne des Humanismus organisieren und durchführen. Die Humanistische Akademie Deutschland gibt die wissenschaftliche Zeitschrift humanismus aktuell heraus. Seit 2007 wurden außerdem über ein Dutzend Bände der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie veröffentlicht.

Förderung kultureller und sozialer Projekte

Die Humanismus Stiftung Berlin unterstützte die Entstehung von ambulanten und stationären Hospizen in Berlin und die Errichtung eines Giordano Bruno-Denkmals am Potsdamer Platz im Jahr 2008 sowie Projekte zum Thema Kinderrechte. Sie verleiht unter anderem den mit 2500 Euro dotierten Ossip-K.-Flechtheim-Preis, der seit 2003 zur Förderung von Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung in unserer Gesellschaft an in dieser Hinsicht verdiente Menschen vergeben wird.

Der HVD Bayern ist Träger der Stiftung Weltlicher Humanismus.

Interessenvertretung in der Öffentlichkeit

Sowohl der Bundesverband wie auch die Landesverbände und Einzelmitglieder äußern sich regelmäßig in Medien und gegenüber der Öffentlichkeit zu politischen Themen, bei denen die Interessen von konfessionslosen und nichtreligiösen Menschen berührt werden, wie bspw. Fragen zum Verhältnis von Staat und Religion, dem kirchlichen Arbeitsrecht und Diskriminierungen aufgrund des Bekenntnisses, der Familien- und Gleichstellungspolitik, sowie der Selbstbestimmung am Lebensende und sie treten für die Belange nichtreligiöser und konfessionsfreier Menschen auf nationaler und internationaler Ebene ein. Als der katholische Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller im Februar 2013 die öffentliche Kritik als „gezielte Diskreditierungskampagnen gegen die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns in Europa“ gegenüber der Tageszeitung Die Welt beurteilte und erklärte, er fühle sich „gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert“, verurteilte HVD-Vizepräsident Helmut Fink die Äußerungen als „empörende Tatsachenverdrehung auf Kosten der Opfer tatsächlicher Pogrome“. Ende März 2016 kritisierte der Präsident des Humanistischen Verbandes, Frieder Otto Wolf, die Osterpredigt von Bischof Heinz Josef Algermissen als „katholische Hasspredigt, die nicht nur jeglicher empirischen Grundlage entbehrt und die den großen Teil der Bevölkerung ohne christliches Bekenntnis sowohl im Gebiet der Diözese wie in ganz Deutschland diffamiert.“ Algermissen hatte in der Predigt behauptet, Menschen ohne den christlichen Glauben seien ein „großes Sicherheitsrisiko“ und würden „über Leichen“ gehen.

Im Rahmen der Interessenvertretung konfessionsfreier und nichtreligiöser Menschen auf europäischer und internationaler Ebene ist der Verband im Rahmen der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) und der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) aktiv. Dazu zählt sowohl die Finanzierung der Arbeit von Vertretern der EHF und IHEU in Bezug auf die Institutionen der Europäischen Union, etwa im Rahmen des gemäß Artikel 17 VAEU vorgesehenen regelmäßigen Dialogs mit den EU-Institutionen, oder der Einsatz für Menschenrechte, Meinungsfreiheit oder die Trennung von staatlichen und religiösen Instanzen in den Einrichtungen der Vereinten Nationen wie auch der kontinuierliche Austausch über aktuelle Entwicklungen.

Bericht Gläserne Wände

Im September 2015 veröffentlichte der Verband den Bericht Gläserne Wände, der eine Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland behauptet. Autoren sind Michael Bauer, Vorstand des Humanistischen Verbandes Bayern, und Arik Platzek, u. a. seit 2011 Pressesprecher des Verbandes und seit 2013 leitender Redakteur der Zeitschrift diesseits. Der Bericht erläutert „politische und rechtliche Hintergründe des Status quo und nennt Fallbeispiele. Ergänzt werden die Darstellungen durch Vorschläge, wie die Politik Benachteiligungen abbauen könnte.“ Der Bericht wurde in Medien rezipiert und an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie an mehrere Landtage verschickt.

Pflege von Weltanschauung und Tradition

Die Mitglieder betätigen sich in der Pflege ihrer humanistischen Weltanschauung und der darauf aufbauenden humanistischen Praxis, aber auch den damit verbundenen Traditionen. Dazu zählen neben dem Angebot nichtreligiöser Zeremonien wie der Jugendfeier, der Umsetzung humanistischer Ansätze in der sozialen und kulturellen Arbeit auch die Beschäftigung mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen Debatten der Philosophie sowie die Entwicklung einer eigenen Begegnungs- und Feierkultur, etwa durch Veranstaltungen und regelmäßige Versammlungen. Traditionspflege wird auch durch die Sammlung und Archivierung von Dokumenten aus der Geschichte des weltlichen Humanismus auf nationaler und internationaler Ebene realisiert. Zur Weltanschauungspflege gehört ferner die Aktualisierung oder Veröffentlichung entsprechender Schriften und Texte. Unterstützt werden diese meist ehrenamtlichen Tätigkeiten durch die Arbeit der Humanistischen Akademien und durch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.

Im Jahr 2013 beteiligte sich der Verband an dem von der Römisch-katholischen Kirche in Berlin durchgeführten Vorhof der Völker, einer Veranstaltungsreihe im Rahmen des interreligiösen Dialoges.

Der Verband will eine gesetzliche Anerkennung des internationalen humanistischen Feiertags in Deutschland erreichen.

Konzept und Ziele

Angestrebt wird auf Basis einer weltlich-humanistischen Weltanschauung eine organisierte nichtreligiöse Alternative zu den christlichen Kirchen oder anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Eines der Anliegen der Mitglieder ist es, eine nichtreligiöse, ethisch begründete Lebensauffassung nicht nur zu pflegen, sondern sie auch in konkreten Dienstleistungsangeboten praktisch umzusetzen und zu einer alltäglichen Selbstverständlichkeit in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit werden zu lassen.

Der Verband stellt deshalb nach Eigenangaben das Konzept eines praktischen Humanismus in den Mittelpunkt. Die Umsetzung des praktischen Humanismus zielt darauf, „Menschen in allen individuellen Lebensphasen – von der Schwangerschaft, über die Kindererziehung, Jugend- und Bildungsarbeit, bis hin zur Sozialarbeit, Altenpflege und Sterbebegleitung“ zu unterstützen. Der HVD verknüpft damit eine humanistische und nichtreligiöse Weltanschauung mit ihrer Umsetzung in pädagogischen, sozialen und sonstigen Dienstleistungen. Damit unterscheidet er sich von Organisationen auf Basis einer rein ideellen Verbindung oder bloß theoretisch-konzeptioneller Arbeit.

Dementsprechend stellt sich der Verband als Weltanschauungsgemeinschaft und Organisation nichtreligiöser Menschen neben andere Weltanschauungsgemeinschaften, zu denen er auch die Religionsgemeinschaften rechnet. Die Pflege von philosophischen und kulturellen Verständnissen des Humanismus wird daher als weitere zentrale Aufgabe des Verbands betrachtet, ebenso wie die Verbreitung der entsprechenden Ideen.

Religionspolitisch befürwortet der Verband das Modell einer kooperativen Laizität. Auf dem Selbstverständnis als Weltanschauungsgemeinschaft aufbauend wird somit angestrebt, eine Gleichbehandlung von Interessen konfessionsfreier Menschen im Verhältnis zu den Rechten von Religionsgemeinschaften zu erreichen, wie etwa das Recht zum Betrieb weltanschaulicher Schulen und zur Erteilung von Humanistischer Lebenskunde in öffentlichen Schulen oder den Einbezug nichtreligiöser Menschen in die Rundfunkstaatsverträge sowie die öffentliche Erinnerungs-, Gedenk- und Trauerkultur.

Im Verhältnis zu wiederum anderen Rechten einzelner Religionsgemeinschaften wie der Privilegierung der christlichen Kirchen durch eine Finanzierung auf Grundlage sogenannter historischer Staatsleistungen oder des staatlichen Einzugs der Kirchensteuer, wird deren Gleichbehandlung mit Weltanschauungsgemeinschaften durch Abschaffung von (vom Humanistischen Verband als solche gesehenen) Privilegien vertreten. Der Verband fordert die vom Grundgesetz vorgeschriebene Ablösung dieser historischen Staatsleistungen durch „eine Erneuerung der gesetzlichen und vertraglichen Grundlagen, welche die finanziellen Verhältnisse zwischen Staat und den in ihm befindlichen Religionsgemeinschaften regeln“, damit „finanzielle Leistungen des Staates an die Kirchen transparent und für Mehrheiten nachvollziehbar werden.“

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen konstatiert dem Humanistischen Verband gegenüber anderen Organisationen, namentlich den als überalterten und eher lethargisch bezeichneten Freidenkern eine beachtliche, insbesondere auch soziale Arbeit. Die im Verband versammelten „neuen“ Freidenker haben sich demnach vom traditionellen Laizismus entfernt und fordern nicht mehr die radikale Trennung zwischen Staat und Religion (bzw. Weltanschauung), sondern reklamieren die Unterstützung des Staates für Religionsgemeinschaften teilweise auch für sich.

Organisationsstruktur

Der HVD bezeichnet sich als überparteiliche, föderalistische und demokratische Organisation. Laut den Daten des Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienstes organisierte der Bundesverband im Jahr 2014 etwa 21.000 Mitglieder, davon 7.800 in Berlin und Brandenburg.

Der Bundesverband soll die Interessen und Rechte der Mitgliedsverbände unterstützen oder „die Interessen- und Rechtsvertretung von Mitgliedern und der weiteren Bekenntniszugehörigen unmittelbar wahrnehmen“, wenn in einem Bundesland kein Landesverband besteht. In Gebieten, in denen Landesverbände bzw. Landesgemeinschaften existieren, werden durch diese die Interessen und Rechte der jeweiligen Mitgliedsverbände, Mitglieder und der weiteren Bekenntniszugehörigen unmittelbar vertreten.

Höchstes Organ des Bundesverbandes ist die Bundesdelegiertenversammlung (BDV). Sie fasst Beschlüsse und wählt, kontrolliert und entlastet die Organe des Bundesverbandes. Die BDV ist alle drei Jahre einzuberufen. Zwischen den BDV ist der Bundeshauptausschuss das höchste ständige Organ, welches die Kommunikation zwischen den Mitgliedsverbänden sichert und das Präsidium des Bundesverbandes kontrolliert. Die Mitglieder des Präsidiums des Bundesverbandes werden von der BDV mit einfacher Mehrheit gewählt und besteht aus mindestens sechs Personen. Seit der Gründung des Verbandes gab es acht Bundesdelegiertenversammlungen.

Im Februar 2011 wurde Frieder Otto Wolf zum Präsidenten des Bundesverbandes gewählt und im Juni 2014 wiedergewählt. Das Präsidium besteht aus insgesamt neun Mitgliedern.[88] Am 19. September 2017 wählte die IX. Bundesdelegiertenversammlung des HVD ein neues Präsidium mit dreizehn Mitgliedern. Sechster Präsident des HVD-Bundesverbandes wurde Florian Zimmermann, zuvor im Bundesverbandspräsidium für Internationales, Flüchtlingspolitik und kleine Landesverbände zuständig.

In dreizehn Bundesländern existieren zwölf Landesverbände. In Berlin und Brandenburg besteht der gemeinsame Verband Berlin-Brandenburg. Die Mitgliedsverbände in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt.[90] Andere Landesverbände in Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen sind gemeinnützige Vereine. Die Landesverbände bilden den ebenfalls als gemeinnützig anerkannten Bundesverband.

Die Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH) mit ihren acht Ortsgemeinschaften leitete 2017 den Beitritt zum HVD-Bundesverband ein.

Geschichte

Der heutige Verband wurde am 14. Januar 1993 in Berlin durch den Zusammenschluss von freidenkerischen, freireligiösen und humanistisch orientierten Vereinigungen gegründet.

Organisationen

Der HVD gründete 2013 das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und ist ein Gründungsmitglied des Koordinierungsrates säkularer Organisationen.

Im März 2014 initiierte der Humanistische Verband die Gründung eines Bündnisses[95][96] von acht säkularen Organisationen gegen eine Kriminalisierung der damals noch straffreien Suizidbeihilfe. Am 6. November 2015 stimmte eine Bundestagsmehrheit von 360 Abgeordneten für ein Verbot geschäftsmäßiger Suizidbeihilfe.

Der HVD ist gemeinsam mit seinen Landesverbänden Träger des Humanistischen Hilfswerks Deutschland.

Der Humanistische Pressedienst entstand 2006 auf Initiative des HVD und der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Nach einer Satzungsänderung wurde die Mitgliedschaft im Jahr 2009 beendet. Die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) wurde im Januar 2005 von der Giordano-Bruno-Stiftung initiiert und ging im März 2006 in eine gemeinsame Trägerschaft von gbs und HVD unter dem Dach der Humanistischen Arbeitsgemeinschaft über. Im November 2007 wurde fowid Teil des Humanistischen Pressedienstes.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.de

Link: http://www.humanismus.de/

Alle aktuellen Informationen finden Sie ab sofort hier: humanistisch.de/hvd-bundesverband