Humanistische Union

Was ist die Humanistische Union?

Die Humanistische Union ist eine unabhängige Bürgerrechtsorganisation. Seit unserer Gründung 1961 setzen wir uns für den Schutz und die Durchsetzung der Menschen- und Bürgerrechte ein.

Im Mittelpunkt steht für uns die Achtung der Menschenwürde. Wir engagieren uns für das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und wenden uns gegen jede unverhältnismäßige Einschränkung dieses Rechts durch Staat, Wirtschaft oder Kirchen.

Eine größtmögliche Verwirklichung von Menschenrechten und Freiheit ist an Bedingungen gebunden. Dazu gehören Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Anerkennung gesellschaftlicher Vielfalt.

Demokratische Teilhabe muss auch jenseits von Parteien und Wahlen gewährleistet sein. Es reicht nicht, wenn Rechte nur auf dem Papier stehen. In einer pluralistischen Gesellschaft müssen auch radikale Meinungsäußerungen möglich sein.

Was will die Humanistische Union?

Verteidigung von Freiheitsrechten

  •     Erhalt von Rechtsstaatlichkeit auch in Krisenzeiten
  •     Kriminalpolitik, die nicht nur auf Gefängnisse setzt

Kontrolle staatlichen Handelns

  •     Abschaffung des geheimdienstlichen Verfassungsschutzes Stärkung des Datenschutzes
  •     Menschenwürdigere Haftbedingungen und Resozialisierung

Förderung politischer Partizipation

  •     Umfassende Informations- und Akteneinsichtsrechte
  •     Mehr direktdemokratische Beteiligungsrechte

Abbau von Diskriminierung

  •     Wirksamer Schutz vor Diskriminierung
  •     Aktive Förderung benachteiligter Gruppen
  •     Unterschiedslose Zugänglichkeit öffentlicher Orte

Trennung von Staat und Kirche

  •     Gleichberechtigung aller Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften
  •     Abschaffung staatlicher Kirchenprivilegien wie glaubensgebundenen Religionsunterricht als ordentliches Schulfach, Einzug der Kirchensteuer sowie weiterer Finanzierungshilfen

Was macht die Humanistische Union?

Meinungsbildung

Mit Fachtagungen, Diskussionsveranstaltungen und Publikationen informieren wir über Bürgerrechtsverletzungen und geben Impulse für öffentliche Diskussionen, z. B. in den Bereichen Flüchtlingspolitik oder Altenpflege. Wir sind Mitherausgeberin der Zeitschrift vorgänge und des Grundrechte-Reports.

Lobby für Bürgerrechte

Wenn es in Parlamenten und Regierungen um Bürgerrechte geht, melden wir uns mit Stellungnahmen und Gutachten zu Wort.

Vernetzung

Die Humanistische Union kooperiert mit anderen Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen in zahlreichen Zusammenschlüssen. Als themenübergreifende Organisation können wir die Arbeit vieler spezialisierter Initiativen vernetzen.

Quelle: http://www.humanistische-union.de

GHI - Gustav Heinemann-Initiative

Gustav Heinemann-Initiative - Wer wir sind, was wir wollen

"Lassen Sie uns allem widerstehen, was den Raum der Freiheit einengt, den Rechtsstaat aushöhlt und Menschen davon abhält, von ihren Freiheitsrechten Gebrauch zu machen." (Gründungsaufruf der Gustav Heinemann-Initiative) 

In diesem Sinne wollen wir weiterhin den Herausforderungen unserer Zeit begegnen, indem wir feststellen:

  • Die Bekämpfung des Terrorismus rechtfertigt weder Kriege noch die Missachtung von Bürger- und Menschenrechten.
  • Präventivkriege sind wie alle Kriege weder ein geeignetes Instrument zur Lösung von Konflikten noch zur Durchsetzung von Interessen.
  • Das Menschenrecht auf Bildung muss für alle in Deutschland lebenden Menschen gelten. Seine Verwirklichung ist eine der Voraussetzungen für demokratische Teilhabe.
  • Verantwortungsbewusstes Handeln der Bürgerinnen und Bürger setzt Transparenz staatlichen Handelns voraus.

Die Gustav-Heinemann-Initiative e.V. (GHI) ist Teil der unabhängigen, überparteilichen Friedens- und Menschenrechtsbewegung. Die GHI verteidigt die Grundrechte unserer Verfassung und tritt im Sinne eines umfassenden Friedensbegriffs für gewaltfreie Konfliktlösungen ein. Der erste sozialdemokratische Bundespräsident (1969 - 1974) Gustav Heinemann ist uns dabei mit seinem Grundrechts- und Demokratieverständnis Vorbild.

Verschmelzung von Gustav Heinemann-Initiative und Humanistischer Union

14.06.2009

Die beiden Bürgerrechtsorganisationen haben auf getrennten Versammlungen in Rastatt bzw. Frankfurt mit großer Mehrheit entschieden, sich künftig in einer Organisation zu verschmelzen. Bis zur Entscheidung über einen neuen Vereinsnamen firmieren beide unter dem Namen "Humanistische Union, vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative".Seit dem 13. Juni 2009 sind die beiden Bürgerrechtsorganisationen Humanistische Union und Gustav Heinemann-Initiative organisatorisch vereint. Durch Beschluß der Delegiertenkonferenz der Humanistischen Union in Frankfurt a. M. und durch Beschluß der Mitgliederversammlung der GHI, die zeitgleich in Rastatt tagte, wurde jeweils mit großer Mehrheit  der Verschmelzung beider Organisationen zugestimmt. Für die Vereinigung stimmten 38 Delegierte der Humanistischen Union bei drei Gegenstimmen, bei der Gustav Heinemann-Initiaive sprachen sich 26 Mitglieder bei einer Enthaltung für eine Verschmelzung aus.

Quelle: http://www.gustav-heinemann-initiative.de