Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ (GerDiA)

Die Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ (GerDiA) setzt sich für Weltanschauungsfreiheit in der Arbeitswelt ein. Sie fordert, die Gültigkeit des Betriebs­verfassungsgesetzes  auf  kirchliche  Sozialeinrichtungen  aus­zuweiten, damit die dort Beschäftigten zukünftig ihre private Lebensführung nicht mehr an kirchlichen Vorgaben ausrichten müssen und die üblichen Mitbestimmungsrechte erhalten.

Es wird gefördert:

  • Die religiöse Diskriminierung in der Arbeitswelt muss ein Ende haben! In allen Sozialeinrichtungen, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, müssen die Grundrechte, insbesondere Religions­ und Weltan­schauungsfreiheit, gewährleistet sein.
  • Das Betriebsverfassungsgesetz muss auch für kirchliche Sozialeinrichtungen gelten. Es ist nicht einzusehen, weshalb  für  kirchliche  Einrichtungen  andere  Bestim­mungen gelten sollten als für die AWO. Der „besondere Tendenzschutz“  für  Religionsgemeinschaften  (BetrVG  § 118, Abs. 2) muss aufgehoben werden.
  • Angestellte kirchlicher Institutionen sollen die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer haben, also einen Betriebsrat bilden und streiken dürfen.
  • Religionsgesellschaften als Arbeitgeber im sozialen oder medizinischen Bereich dürfen nicht in die private Lebens füh rung ih rer Angestellten ein greifen.
  • Mittelfristig sind Bund, Länder und Gemeinden auf­gefordert, für ein weltanschaulich neutrales Ange­bot sozialer Dienstleistungen zu sorgen. Die sozialen Institutionen bilden noch immer die weltanschauliche Situation der 50er Jahre ab, mittlerweile gibt es in Deutschland jedoch mehr konfessionsfreie Menschen als Katho­liken oder Pro tes tan­ten.  Dem  muss  die  Poli tik Rech nung tragen.

Informationen im internet unter:

www.religioese-­diskriminierung.de  bzw. 

www.gerdia.de

GerDiA-­Koordinierungsstelle: Vera Muth, Tel.: 0174­97 88 66 4

Mail: kampaleitung(at)gerdia(dot)de

Die initiatoren der Kampagne

Der internationale Bund der Konfessionslosen und atheisten (iBKa) ist ein Zusammenschluss nichtreligiöser Menschen, der das Ziel verfolgt, die allgemeinen Menschen­rechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen.

Weitere Informationen unter:

www.ibka.org

Die giordano-Bruno-Stiftung (gbs) ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, der sich viele bekannte Wissen schaftler, Philosophen und Künstler angeschlossen haben.

Weitere Informationen unter: www.giordano-bruno-stiftung.de

Unterstützt von denkladen.de