Die Laizisten

Wir sind eine Gruppe von angehenden, aktiven und ehemaligen Studierenden, die das Ziel verbindet, eine klare Trennung von Religion und Staat herbeizuführen. Wir wollen an Hochschulen und darüber hinaus über Kirchen- und Religionsprivilegien informieren. Wir sehen dringenden Aufklärungsbedarf, da diese Thematik in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. In Deutschland gibt es von Seiten des Staates immer noch eine Bevorzugung einzelner Weltanschauungen, insbesondere der evangelischen und katholischen Kirche. Damit erfüllt der Staat nicht das Neutralitätgebot. Experten sprechen von einer "hinkenden Trennung". Einige muslimische und humanistische Verbände beanspruchen in letzter Zeit ähnliche Privilegien wie die beiden Großkirchen. Eine echte Gleichberechtigung aller Bürger ist so aber nicht zu garantieren, weshalb wir eine Abschaffung der Privilegien fordern.

Die Verflechtungen von Staat und Kirchen sind zahlreich: In den Einrichtungen von Caritas und Diakonie wird das Arbeitsrecht untergraben. Es gibt kein Streikrecht, keinen Betriebsrat und Diskriminierung von Menschen, deren Lebenswandel nicht den kirchlichen Vorstellungen entspricht - für über eine Millionen Mitarbeiter. Die Kirchen können den staatlichen finanzierten Religionsunterricht nach ihrem Willen gestalten. Die Wissenschaftsfreiheit wird durch theologische Fakultäten und Konkordatslehrstühle eingeschränkt. In einigen Bundesländern verlangt das Gesetz die Erziehung der Schüler staatlicher Schulen zu "Gottesfurcht"! Im Übrigen subventioniert der Staat die beiden Großkirchen jährlich mit über 14 Milliarden Euro.

Wir möchten einen wirklich weltanschaulich neutralen Staat. Wir wollen, dass die Religionsfreiheit aller Bürger gleich viel wert ist. Deshalb treten wir für einen liberalen Laizismus ein.

Quelle: www.laizisten.de