Digitale Menschenrechte Blog

Über mich und diesen Blog

Bei aller Liebe zum Detail, ich bin doch eher Generalist als Spezialist. Und ich betreibe diesen Blog – mit freundlicher Unterstützung der Giordano Bruno Stiftung (gbs) – neben meiner normalen Arbeit als Kommunikationsdesigner in Berlin.

Seit rund 10 Jahren arbeite ich u.a. mit der gbs an Kampagnen zu religiösem Fundamentalismus, Kinderrechten, Sterbehilfe, atheistischen Flüchtlingen und anderen humanistischen Positionen. Im Jahr 2014 war ich sehr beeindruckt von dem sich abzeichnenden Datenschutz-Desaster inmitten unserer „freien Welt“, dem NSA-/Five-Eyes-Skandal. Wie Edward Snowden es formulierte: “Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die solche Dinge tut”.

Als die Politik die Sache aussaß und über Jahren keine echten Verbesserungen erreicht wurden, beschloss ich, mich mehr mit den Themen zu befassen, statt zuzuschauen, wie unsere Zivilgesellschaft untergraben wird. So kam es, dass ich 2018 einen Workshop für die gbs und den hpd veranstaltet habe, in dem humanistische Positionen zu einem breiten Spektrum von IT-Fragen diskutiert wurden. Das daraus entstandene Positionspapier „WIE muss Technik?“ kann hier geladen werden. (Auf englisch: hier) Es enthält eine Reihe von Vorschlägen zu digitalen Grundrechten, die wir bei der UNO eingereicht haben.

Einerseits war ich erleichtert festzustellen, wie viele intelligente Menschen an Lösungen für eine freie und pluralistische Zukunft arbeiten. Andererseits fiel mir auf, wie Diskussionen oft absichtsvoll in merkwürdige Gefilde gesteuert wurden und die grundlegenden Fragen aus dem Blickfeld gerieten: Die über die menschliche Natur und unsere Fähigkeit, Probleme durch die Vereinbarung von Regeln und Standards zu lösen. So wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vor 70 Jahren, die unbestreitbar ein Meilenstein in der Entwicklung des Menschen war.

Darum geht es in diesem Blog also: Förderung neuer Regeln zur Unterstützung lebendiger, pluralistischer Gesellschaften mit Meinungsfreiheit und der Fähigkeit, unsere zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen.

Peder Iblher

Referent für digitale Grundrechte

bei der Giordano-Bruno-Stiftung

Quelle: digitalhumanrights.blog/de