Freidenker-Vereinigung der Schweiz

Die Freidenker in Kürze

Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz setzt sich für die Anliegen der Konfessionsfreien ein. Sie tritt ein für die Trennung von Staat und Kirche und für eine weltlich-humanistische Ethik, in der die Menschenrechte eine zentrale Rolle einnehmen. Und sie vertritt ein wissenschaftlich plausibles Weltbild. Diese drei zentralen Anliegen finden im Zusatz zu unserem Logo Ausdruck: säkular – humanistisch – rational.

Organisiert sind die Freidenker in elf regionalen Sektionen und dem nationalen Dachverband, der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS). Die FVS und ihre Sektionen organisieren regelmässig Vorträge, Podien und kulturelle Anlässe. Zu unseren fixen Formaten gehören Veranstaltungen zum Welthumanistentag (21. Juni) und zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember).

Im Dreijahresrhythmus organisieren wir das mehrtägige Wissensfestival Denkfest.

Jeden Sommer veranstalten wir das Camp Quest, ein wissenschaftlich-humanistisches Sommerlager für Kinder und Jugendliche zwischen neun und 15 Jahren. 

Mehrere Sektionen laden zudem – meist im Monatsrhythmus – zu freien Zusammenkünften und Vorträgen ein.

Quelle: http://www.frei-denken.ch/de

Geschichte

Die Deutschschweizer Freidenker-Vereinigung konstituierte sich 1908, schloss sich mit Freidenkergruppen der Westschweiz und des Tessins zusammen, und pflegte enge Beziehungen zum deutschen Freidenkertum (siehe auch Deutscher Freidenker-Verband). Anfangs wuchs der Verein rasch an; kriegsbedingt stagnierte das Wachstum während des Ersten Weltkrieges; in der Zwischenkriegszeit folgte ein erneuter Aufschwung; die Weltwirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg brachten wieder Rückschläge.

Der Nationalrat Hans Müller lancierte 1933 einen Vorstoss gegen die Freidenker als eine Bewegung, die den christlichen Glauben aktiv bekämpfe und damit den religiösen Frieden gefährde. Der als Motion eingereichte Vorstoss wurde am 22. Juni 1933 vom Nationalrat mit 70 gegen 47 Stimmen als Postulat überwiesen und in der Folge vom Bundesrat abgelehnt. Wichtige Schweizer Freidenker waren der Pädagoge Ernst Brauchlin, der Geschäftsmann Otto Kunz und der Schriftsteller Jakob Stebler; Konrad Farner stand mit der Vereinigung in Verbindung. 2011 zählte die Freidenker-Vereinigung der Schweiz rund 1'800 Mitglieder.

Freidenkerpreis

Am 9. Oktober 2015 verliehen die Schweizer Freidenker erstmals den mit 10.000 Franken dotierten Freidenkerpreis. Er ging an Ensaf Haidar, Raif Badawi und Waleed Abulkhair für ihren mutigen Einsatz für humanistische und säkulare Werte in Saudi-Arabien. Der Freidenkerpreis wird künftig alle zwei Jahre verliehen und wird über eine Erbschenkung finanziert.

Quelle: www.wikipedia.org