Nigeria

Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas gehört die Mehrheit der Bevölkerung einer Religionsgemeinschaft an. Knapp über 50% der Nigerianer sind Muslime, knapp über 40% sind Christen, die meisten anderen bekennen sich zu traditionellen afrikanischen Religionen.  Vernunftgeleitetes Denken und Handeln haben einen entsprechend schweren Stand. Im Norden Nigerias wurde durch islamische Hardliner die Scharia eingeführt und islamistische Gruppen wie Boko Haram sind für ihre blutigen Übergriffe auf Andersgläubige berüchtigt. Doch auch die Vertreter anderer Religionen zeigen sich nicht von ihrer besten Seite. Vor allem "Hexenjagden" gibt es regelmäßig: Menschen, die von einem aufgebrachten Mob gelyncht werden, weil man sie der Hexerei bezichtigt.

In den vielstimmigen weltanschaulichen Chor Nigerias mischen sich seit rund zwei Jahrzehnten auch die Stimmen von Humanisten und Atheisten, die sich für vernunftgeleitetes Denken, gegen Hexenverfolgungen, Todesstrafe und die Diskriminierung von Homosexuellen einsetzen. Ein Einsatz, der nicht ungefährlich ist. (Auszug)

Von Daniela Wakonigg

Quelle: hpd.de