Robert Zimmer

Robert Zimmer (* 25. Oktober 1953 in Trier) ist ein deutscher Philosoph, Essayist und Literaturwissenschaftler. Als freier Autor und Publizist veröffentlicht er vor allem populärwissenschaftliche Einführungen in die Philosophie.

Leben

Robert Zimmer verbrachte seine Schulzeit in Saarbrücken. Sein Studium der Philosophie und Anglistik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken schloss er 1981 mit einer Magisterarbeit über Benedetto Croce (Einheit und Entwicklung in Benedetto Croces Ästhetik) ab, die 1985 auch veröffentlicht wurde. Die Arbeit schließe "eine wichtige Lücke in der Forschung", so der italienische Philosoph Riccardo Pozzo, "da sie mit Vollständigkeit, Präzision, Belesenheit und eigenständiger Argumentation einen zentralen Begriff der Philosophie Croces ausführlich darstellt." 1989 promovierte Zimmer mit einer Dissertation über Edmund Burke an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Edmund Burkes Rhetorik in seinen irischen Schriften.. Zimmer arbeitete bis 1991 als Dozent an der Heinrich-Heine-Universität und bis 1996 als Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin. Zudem war er viele Jahre als Dozent an Volkshochschulen tätig. Danach begann er als freier Sachbuchautor zu arbeiten. Von 1986 bis 2013 lebte er in Berlin, seitdem in Stuttgart.

Werk

Zimmers Anliegen ist es, klassische Inhalte der Philosophie in einer verständlichen Sprache einem breiten Publikum zu vermitteln. Deshalb ist auch die Tradition der Essayistik von Montaigne über Sainte-Beuve bis Schopenhauer für ihn prägend. 2013 legte Zimmer die seit Jahrzehnten erste Auswahlübersetzung von Sainte-Beuves „Causeries du Lundi“ vor. In seiner 2010 erschienenen Schopenhauer-Biographie stellt er den Philosophen in die Tradition der Moralistik und Aufklärung. Sein bekanntestes Buch ist das 2004 erschienene und in mehrere Sprachen übersetzte Das Philosophenportal, der erste Teil einer werkorientierten, essayistisch angelegten Philosophiegeschichte, dem 2007 Das neue Philosophenportal folgte. Mit dem Großen Philosophenportal und dem Kurzessayband Basis Bibliothek Philosophie wurde das Projekt 2009 vollendet. Zimmer gehört in den Umkreis des Kritischen Rationalismus. Zusammen mit Martin Morgenstern schrieb er eine Biographie zu Karl Popper und gab den Briefwechsel zwischen Karl Popper und Hans Albert heraus. Poppers methodische Maxime des Versuch und Irrtum (engl. trial and error) versucht er für eine Erneuerung der Moralistik und eine Philosophie der Lebenskunst fruchtbar zu machen (Siehe u. a. Leben als Versuch und Irrtum. Essays zu einer kritisch-rationalen Philosophie der Lebenskunst, 2016). Zimmer ist Mitglied der beiden Constantin-Brunner Stiftungen und setzt sich für die Wiederentdeckung des Werks des deutsch-jüdischen Philosophen Constantin Brunner ein.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org

Webseite: www.robert-zimmer-phil.de


Ausgewählte Bücher