Hartmut Zinser

Hartmut Zinser (* 11. November 1944 in Tübingen) ist ein deutscher Religionswissenschaftler, Religionshistoriker und Ethnologe.

Laufbahn

Ausbildung und Werdegang

Zinser studierte u. a. unter dem Religions- und Islamwissenschaftler Walther Braune und Klaus Heinrich Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin; von 1966 bis 1967 war er Mitglied des AStA, von 1967 bis 1968 dann studentischer Wahlsenator. 1975 erfolgte seine Promotion (veröffentlicht als Mythos und Arbeit), 1980 dann die Habilitation (veröffentlicht als Mythos des Mutterrechts). Von 1984 bis 1988 hatte er eine Professur für Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin inne, nach kurzer Unterbrechung (Professor für Ethnologie am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Universität Mainz von 1989 bis 1990) erfolgte 1990 die Berufung an die Freie Universität Berlin, wo er seitdem Professor am Institut für Religionswissenschaft ist. Seit 2002 übernahm Zinser verschiedene Sokrates-Gastprofessuren: 2002 in Aarhus und Exeter, 2003 und 2004 in Bern, 2005 in Szeged und Wien, 2006 in Aarhus, 2007 in Szeged und Wien, schließlich 2009 in Wien.

Die Arbeitsschwerpunkte von Zinser liegen auf der europäischen Religionsgeschichte seit der Französischen Revolution sowie der römischen Religionsgeschichte, dem antiken Christentum und den sogenannten „Stammesreligionen“; ferner arbeitet er auf dem Gebiet der systematischen Religionswissenschaft und zu Mythen und ihren Theorien.

Weitere Tätigkeiten

Von 1984 bis 1993 war Zinser Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Religionsgeschichte (DVRG – seit 2005: Deutsche Vereinigung für Religionswissenschaft, DVRW), von 1996 bis 1998 Mitglied der Enquête-Kommission Sogenannte Sekten und Psychogruppen des Deutschen Bundestages. Von 1998 bis 2004 war er 'Viceprésident’ der Association Européenne pour l'Étude Scientifique des Religions (EurAssoc, Luxembourg), seit 2004 dann amtierender Vorsitzender der EurAssoc sowie 'Elected Fellow' der Society for the Scientific Study of Religion (USA). Seit 1998 war Zinser Mitglied im Beirat der PAIDEUMA und seit 1999 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Von 2002 bis 2005 war er 1. Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte und von 2005 bis 2008 der stellvertretende Vorsitzende. Von 2007 bis 2008 war Zinser Mitglied in der Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrates zur "Akkreditierung bekenntnisgebundener Hochschulen" und von 2008 bis 2009 als Mitglied in der Arbeitsgruppe "Theologie und Religionswissenschaft an deutschen Hochschulen".

Rezeption

Der niederländische Religionswissenschaftler Wouter J. Hanegraaff schrieb in einer Rezension, Zinsers "Esoterik. Eine Einführung" sei "aus wissenschaftlicher Sicht völlig wertlos". Zinser liefere nur Karikaturen von „Esoterikern“, und sein Hauptinteresse bestehe darin, seine Abneigung gegenüber derartigem „Aberglauben“ ausführlich zu artikulieren.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org


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