Arzu Toker

Arzu Toker (* 1952 in Halfeti, Türkei) ist eine in Köln lebende, deutschsprachige Schriftstellerin, Journalistin, Publizistin und Erzählerin.

In der Türkei arbeitete Arzu Toker zunächst als Näherin. 1974 wanderte sie allein nach Deutschland aus.

Heute arbeitet sie für Printmedien und den Hörfunk. Sie gilt als Expertin zu Themen, die die islamische und die westliche Welt betreffen. Zwölf Jahre, von 1985 bis 1997, war sie als Ausländervertreterin Mitglied des Rundfunkrates des WDR.

1997 erhielt Toker zusammen mit Niki Eideneier für die Herausgabe des „griechisch-deutsch-türkischen Lesebuchs“ Kalimerhaba (1992) den Abdi-Ipekçi-Preis für Frieden und Freundschaft.

Als Erzählerin weniger bekannt, trat sie doch auch in größerem Rahmen wie beim 5. Diyalog TheaterFest mit Der Euphrat fließt in die Spree (2000) immer wieder mit Lesungen auf. Arzu Toker hat verschiedene Theaterprojekte initiiert und geleitet. 2007 entwickelte sie an mehreren Schulen gemeinsam mit Jugendlichen ein Theaterstück. Mit Jugendlichen in der Psychiatrie (Westfälische Klinik Marsberg) führte sie 2007 einen Workshop „Kreatives Schreiben und Improvisationstheater“ durch.

Toker war im Januar 2007 Gründungsmitglied des Vereins Zentralrat der Ex-Muslime. Bei den Vorstandswahlen kandidierte Mina Ahadi als Vorsitzende und Arzu Toker als Stellvertreterin. In dieser Funktion wurde sie in den Medien bekannt. Im September 2007 hat sie dieses Amt niedergelegt und trat aus dem Verein aus, was sie damit begründete, dass der Zentralrat eines seiner zentralen Ziele bereits erreicht habe, nämlich der Öffentlichkeit und den staatlichen Instanzen bewusst zu machen, dass die islamischen Organisationen in Deutschland keineswegs alle Menschen aus sog. „muslimischen Herkunftsländern“ vertreten können. Da sie in der Migrationspolitik jedoch stets gefordert habe, dass sich Migranten nicht separieren, sondern in die einheimischen Organisationen integrieren sollten, wolle sie nun ihre Aufklärungsarbeit im Rahmen der Giordano Bruno Stiftung und als Mitglied des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten fortsetzen.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org


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