Susanne Schröter

Susanne Schröter (* 24. September 1957 in Nienburg/Weser) ist eine deutsche Ethnologin, Hochschullehrerin und Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI), Direktorin des Instituts für Ethnologie, Principal Investigator im Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Direktorin im Cornelia Goethe Centrum für Geschlechterforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts.

Leben

Sie studierte von 1977 bis 1986 Anthropologie, Soziologie, Kultur- und Politikwissenschaften sowie Pädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1994 wurde Schröter im Fach Ethnologie bei Karl-Heinz Kohl mit einer Arbeit über Männliche Selbsterhaltungsstrategien angesichts der Vorstellung omnipotenter Weiblichkeit – Materialien zur Konstruktion von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ in Melanesien promoviert. Von 1995 bis 1997 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien in Mainz tätig und von 1997 bis 1999 am Frobenius-Institut in Frankfurt. Schröter habilitierte sich 1999 mit einer Schrift zum Thema Kéo rado – Die Austreibung des Bösen. Ein Beitrag zur Religion und Sozialstruktur der Ngada in Ostindonesien an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

In den Jahren von 1999 bis 2004 vertrat sie den Lehrstuhl für Ethnologie am Institut für Ethnologie und Afrika-Studien, sowohl in Mainz als auch in Frankfurt. In diese Zeit fiel auch eine Gastprofessur am Department of Anthropology der Yale University, New Haven. 2004 wurde sie zur Universitätsprofessorin auf den Lehrstuhl für Südostasienkunde I – Insulares Südostasien der Universität Passau berufen. Seit 2008 ist Schröter Professorin für „Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen“ im Exzellenzcluster „Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt.

Positionen

Im Januar 2016 wurde sie im Feuilleton der FAZ zu den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht 2015 wie dem Begriff des sogenannten Taharrusch dschama'i, einer arabischen Bezeichnung für kollektive sexuelle Übergriffe, interviewt. Sie konstatierte beim Gender-Diskurs einen mangelnden Praxisbezug, der beim Umgang mit Muslimen nur den Anti-Rassismus-Diskurs addiere. Der Geschlechterforschung sei hier „der Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit verlorengegangen.“ Zur Konfliktlösung sieht sie die Notwendigkeit, umgehend Konzepte zur Aufklärung zu entwickeln und umzusetzen. Den Flüchtlingen müssten die hiesigen Regeln im Umgang der Geschlechter genau und im Rahmen von Rollenspielen erklärt werden. Die Männer sollten die Chance haben, „die Spielregeln unserer Kultur im Geschlechterkontakt zu erlernen und sich adäquat zu verhalten“, aber auch Konsequenzen erleben, wenn sie das nicht tun.

Am 8. Mai 2019 veranstaltete Frau Schröter an der Universität in Frankfurt am Main eine Konferenz mit dem Thema: „Das islamische Kopftuch, Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ Im Vorfeld gab es einige Versuche, sowohl diese Konferenz zu verhindern als auch Frau Schröter ihres Amtes als Dozentin zu entheben.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org


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