Der Rebell

Der Rebell

Plädoyer für Widerstand und Lebenslust

Autor: Michel Onfray

Übersetzt von Petra Willim

Herausgeber: Klett-Cotta, Stuttgart

Erschienen: 2001

336 Seiten

Der Rebell will eine andere Ordnung, seine Ordnung, die er niemandem aufzwingt. Daher beginnt Michel Onfray mit sich selbst, entwirft und erzählt sich selbst. Er baut keine Theorie auf, wer und was ein Rebell ist, sondern geht von seinen Erfahrungen im Leben und im Denken aus. Michel Onfray knüpft an seine großen Vorgänger an und wendet sich respektlos von ihnen ab, denn er ist niemand verpflichtet, nur sich selbst.

Onfray als Rebell protestiert, weil sein Gewissen es ihm befiehlt. Er unterwirft sich keiner Gewalt, er ordnet sich nicht unter. Er stellt sich eine andere Welt vor und beginnt sie zu gestalten. Er ist kein Held, er verrät weder sich noch die anderen, ist kein Prophet und kein Parteipolitiker, weder Asket noch Apostel, sondern nur er selbst: widerständig und doch jederzeit erschütterbar für das, was in der Welt geschieht.

Er hat etwas Anarchisches und Künstlerisches, aber er verkauft sich nicht dem erstbesten Privatsender. Er freut sich unbändig an seinem Leben, ist frei, unabhängig, selbständig und solidarisiert sich mit den scheinbaren Verlierern. Er glaubt nicht an Gott, aber doch an die Wiederverzauberung der Welt. Und er läßt sich nicht davon abbringen, von seinen Gedanken und Gefühlen zu erzählen und daraus seine Philosophie zu formen, die alle Rebellen verstehen.