Herbert Rieser

Herbert Rieser, ehemalige Jesuit.

„Mein alter Gott – mein neuer Gott. Ein österreichischer Jesuit zieht Bilanz“, in dem er seine persönliche Entwicklung vom gläubigen Katholiken zum freien Denker dargelegt, machte den Anfang.

„Bonzen, Pfaffen, Halsabschneider. Der Mensch und seine Sekten. Eine Anthropologie“, geht der Frage nach, warum Menschen auf die Sekten, zu denen Rieser auch die Kirchen zählt, nicht nur hereinfallen, sondern ihnen geradezu nachlaufen, und welchen Wurzeln in unserer Natur diese Sucht entspringt.

In dem dritten Buch „Was mir von Gott geblieben ist“, wendet sich der geradlinig und ehrlich denkende Exjesuit dem letzten Stückchen von Gott zu, das in seinem Kopf zurückgeblieben ist.

Mit diesem Band, dem dritten einer Trilogie, hat der bekannte ehemalige Jesuit die letzte Strecke in der Aufarbeitung seines bewegten spirituellen Lebens zurückgelegt.

Selten findet man einen Autor, der diese Fragen so direkt und offen angeht, ohne Verdrehungen und geschraubte Windungen, ohne Affekthascherei oder Liebedienerei. Er sagt in verständlichen und einprägsamer Sprache, was so viele Menschen selbst fühlen, wofür sie bloß selber noch keine Worte gefunden haben.

Rieser, der als frommer Jesuit begonnen hat, versteht sich jetzt als „ein Heide mit religiösen Interessen“. Die Darstellung dieser Wandlung und über überzeugenden Begründung macht das Fascinosum dieses Buchs aus.


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