Der große Betrug

Der große Betrug

Und was Jesus wirklich sagte und tat

Autor: Gerd Lüdemann

Verlag: Zu Klampen Verlag; Auflage: 1 (17. März 2016)

Erschienen: 1998

125 Seiten

Mit diesem Buch verabschiedet sich der evangelische Theologe Gerd Lüdemann endgültig vom Christentum. In einem an Jesus gerichteten Brief begründet er diesen Schritt: "Das Allermeiste, was Du der Bibel zufolge gesagt, bzw. getan hast, hast Du gar nicht getan." In allgemeinverständlicher Weise stellt Lüdemann unechte Jesusworte und -taten vor und vergleicht sie mit den zwar wenigen, aber dafür umso eindrucksvolleren echten Worten und Taten Jesu. Was auf diese Weise von Jesus und seiner Lehre übrigbleibt, reicht freilich nicht länger aus, um damit ein Christentum zu begründen. Deutlich wird, daß Christen sich Jesus zu allen Zeiten so zurechtgemacht haben, wie es ihren Wünschen und Interessen entsprach. Dieses bestürzende Urteil trifft nicht erst auf die Interpreten Jesu in der neuesten Zeit zu, sondern bereits auf die Verfasser der biblischen Schriften. Person und Verkündigung Jesu haben zwar die tiefe Sympathie des Autors, doch kann ihnen nicht mehr die einzigartige Bedeutung zukommen, die sie dem kirchlichen Dogma zufolge nach wie vor besitzen. Es wird deutlich, daß die drei wesentlichen Fundamente des Christentums nicht länger aufrechtzuerhalten sind: Der Gedanke der Schöpfung aus dem nichts, der Glaube an eine Auferstehung sowie die Begründung einer Ethik auf der Grundlage der Verkündigung Jesu. Präzise wird gezeigt, daß die historische Person Jesus über weite Strecken des Neuen Testaments bis zur Unkenntlichkeit entstellt wurde. Nur an wenigen Stellen läßt sich noch ein schhattenhafter Umriß seiner Person erahnen. Lüdemanns Ziel ist es, in verständlicher Sprache über den eigentlichen Ursprung der abendländischen Kultur aufzuklären. Das vorliegende Buch ist eine populäre Zusammenfassung einer Analyse sämtlicher überlieferter Jesusworte und -taten, die unter dem Titel "Jesus nach 2000 Jahren" im zu Klampen Verlag erschienen sind.

Autorenkommentar:

Mit diesem Buch nehme Abschied vom Christentum und begründe meinen Abschied mit historischen Gründen, die seit langem bekannt aber selten allgemeinverständlich vorgetragen wurden. Die evangelischen Kirchen Niedersachsens haben dieses Buch zum Anlaß genommen, meine Abberufung von meinem theologischen Lehrstuhl zu fordern. Auf die Diskussion der inhaltlichen Gründe, die ich vorgelegt habe, gehen sie bisher nicht ein. Im Buch habe ich gezeigt, daß mehr als 85% aller Worte und Taten Jesu in der Bibel ihm erst später zugeschrieben wurden. Das meiste davon ist gegen Juden gerichtet, die die christliche Botschaft nicht annehmen wollten, und gegen Abweichler in den eigenen Reihen.