Horst Groschopp

Horst Groschopp (* 8. Februar 1949 in Zwickau) ist ein deutscher Kulturwissenschaftler und Publizist atheistisch-humanistischer Überzeugung.

Leben

Nach einer Lehre als Dreher und dem Abitur an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät der Bergakademie Freiberg studierte er von 1968 bis 1971 Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin; 1978 erfolgte die Promotion. In den Jahren 1971 bis 1996 war Groschopp am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin tätig, wurde 1984 habilitiert und war dort von 1985 bis 1996 Hochschullehrer. Horst Groschopp ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt heute in Zwickau.

Gesellschaftliches Engagement

1989 war Groschopp Mitbegründer des Verbandes der Freidenker der DDR (VdF)., dessen Geschichte er gemeinsam mit dem Historiker Eckhard Müller unter dem Titel Letzter Versuch einer Offensive 2014 dokumentierte. Im Januar 1994 trat er dem Humanistischen Verband Deutschlands bei und befasst sich seither mit der Geschichte und kulturellen Bedeutung freigeistiger, freidenkerischer und humanistisch-atheistischer Bewegungen sowie deren Gedankengut und Handlungsstrategien. Groschopp war Präsident des Bundesverbands von 2004 bis zum Rücktritt im Jahr 2009. Nach seinem Rücktritt verblieb er bis zum Übergang in den Ruhestand im Mai 2014 im Amt des Direktors der Humanistischen Akademie Berlin und der 2006 gegründeten Humanistischen Akademie Deutschland.

Publizistische Tätigkeiten

Im Rahmen seiner Arbeit entstanden Veröffentlichungen zur historischen Arbeiter- und Arbeitervereinskultur, darunter Studien zu Otto Rühle und Fritz Kummer (1986 Neuausgabe von dessen „Eines Arbeiters Weltreise“ 1913, 1924). Ferner veröffentlichte er Werke zum Kultursystem der DDR und besonders deren Kulturhäusern, zur Kulturgeschichte der deutschen Freidenker und der aktuellen Organisations- und Konzeptstruktur säkularer Verbände sowie seit 1999 zur Theorie und Geschichte des modernen Humanismus. 2013 erschien Der ganze Mensch, eine umfangreiche Studie über Humanismus in der DDR und dessen Konzeptionsgeschichte.

Zuvor war er von 1978 bis 1996 Mitherausgeber und herausgebender Redakteur einzelner Bände der „Mitteilungen aus der kulturwissenschaftlichen Forschung“, die derzeit als Online-Zeitschrift unter dem Namen kulturation fortgesetzt wird. Dort war er als Redakteur für Kulturpolitik tätig.

Für humanismus aktuell, einer Zeitschrift für Kultur und Weltanschauung, war er von 1997 bis 2008 als Redakteur tätig und Verantwortlicher für 25 Ausgaben. Die Zeitschrift wird seit 2011 als Online-Zeitschrift humanismus aktuell fortgesetzt. Zudem schreibt er in unregelmäßigen Abständen für den Humanistischen Pressedienst.

Von 2009 bis 2013 war er Herausgeber der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin sowie seit 2010 Herausgeber der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Deutschland, in deren Rahmen er bisher elf Bücher über verschiedene Aspekte des Humanismus publizierte.

Mit Hubert Cancik und Frieder Otto Wolf ist er ferner Herausgeber des Kompendiums Humanismus: Grundbegriffe, das im Mai 2016 im Wissenschaftsverlag de Gruyter erschienen und Teil des Projekts einer „Enzyklopädie des Humanismus“ ist.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org

Horst Groschopp auf WHOISHU

Webseite: http://www.horst-groschopp.de/


Ausgewählte Bücher