Aladin El-Mafaalani

Aladin El-Mafaalani (* 1978 in Datteln) ist ein deutscher Soziologe und Bestseller-Autor.

Leben

El-Mafaalani ist als Kind syrischer Eltern in Deutschland geboren und aufgewachsen. Er studierte Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft und Erziehungswissenschaft sowie Arbeitswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Dort wurde er auch im Hauptfach Soziologie promoviert. Von 2007 bis 2013 war er Lehrer im Schuldienst sowie Dozent und Wissenschaftler an mehreren Hochschulen, u. a. an der Fachhochschule Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und der Hochschule Osnabrück. Seit 2013 lehrt er als Professor für Politikwissenschaft und Politische Soziologie an der Fachhochschule Münster und Gründungs- und Vorstandsmitglied des Instituts für Gesellschaft und Digitales (GUD). Seit 2018 ist Aladin El-Mafaalani Abteilungsleiter im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf und koordiniert die Integrationspolitik in Nordrhein-Westfalen. Für diese Tätigkeit wurde er an der FH Münster beurlaubt.

Er ist Mitglied im Rat für Migration, im Netzwerk Flüchtlingsforschung, im Vorstand der Sektion "Bildung und Erziehung" sowie im Konzil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. El-Mafaalanis Arbeiten im Bereich der Bildungs-, Migrations- und Stadtforschung wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien, dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung, dem Dissertationspreis des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen sowie dem Lissabon-Preis.

El-Mafaalani tritt häufig bei Großveranstaltungen auf, z. B. von Arsch hu, Zäng usseinander, Birlikte oder dem Haldern Pop Festival. Regelmäßig hat er sich öffentlich zu gesellschaftlichen und politischen Themen geäußert, u. a. zu Bildungspolitik, Einwanderung, Flüchtlingspolitik, Radikalisierung und Diskriminierung. Seine Thesen werden auch in Nordamerika öffentlich diskutiert.

Sein 2018 erschienenes Buch "Das Integrationsparadox - Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt" war mehrere Wochen in den Bestseller- und Besten-Listen. El-Mafaalani stellt darin dar, dass sich Offene Gesellschaften unterschiedlichen Gegenbewegungen ausgesetzt sehen, die er sowohl in fremdenfeindlichen und nationalistischen als auch in religiös fundamentalistischen Bewegungen verortet. Diese Schließungstendenzen versteht er als unerwartete Nebenfolgen von grundsätzlich positiv zu bewertenden Entwicklungen der sozialen Öffnung und einer zunehmend zusammenwachsenden und integrativen Gesellschaft. Die gesellschaftliche Teilhabe nehme heute auf verschiedenen Ebenen und für verschiedene Gruppen zu, wodurch Verteilungs-, Interessen- und Zugehörigkeitskonflikte wahrscheinlicher werden und es in der Folge zu Neuaushandlungen und einer Beschleunigung sozialen Wandels komme. Entsprechend fordert er, eine konstruktive «Streitkultur» als «Leitkultur» zu begreifen.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.org


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