Das Kreuz mit der Kirche

Das Kreuz mit der Kirche

Eine Sexualgeschichte des Christentums

Autor: Karlheinz Deschner

Herausgeber: Heyne

Erschienen: 1999

574 Seiten

Karlheinz Deschner gilt seit langem als der treffsicherste Kritiker erstarrter Kirchendogmen. Sein Buch beschreibt die Unterdrückung des geschlechtlichen Lebens durch die christlichen Kirchen. Das Werk geht aus von der sakralen Sexualität der Frühzeit, der rigorosen Frauenverachtung im monotheistischen Judentum, der Askese im hellenistischen Mysterienwesen und der konträren Haltung von Jesus und Paulus. Deschner schildert die Entstehung der Mönchsund Nonnenorden, die peinlichen Verirrungen der Askese und die oft unglaublichen Verdrängungserscheinungen innerhalb der Klöster. Er analysiert die Ursachen des Zölibats und seine Folgen. Breiten Raum gibt erder Darstellung der Laien-Rolle: Die Unterdrückung der Frau, die Verunglimpfung der Ehe, die Verpönung der Lust. Ehebruch, Ehescheidung, Empfängnisverhütung, Abtreibung, sexuelle Sünden werden hierin ihrem Ursprung und ihren aktuellen Bezügen behandelt. Private Neurosen, das unglückliche Leben des einzelnen und die Massaker an ganzen Völkern führt der Autor nicht zuletzt auf die fehlgeleitete christliche Moral zurück. Seine Schlußfolgerung: Eine Gesellschaft, die an einer falschen Moral krankt, kann nurgesunden, wenn sie diese Moral preisgibt.

Dr. Karlheinz Deschner, 1924 in Bamberg geboren, publizierte vielbeachtete Romane und Literaturkritiken, wurde aber besonders bekannt durch seine kirchengeschichtlichen Werke. Sein bei ECON erschienenes und heftig umstrittenes Buch «Abermals krähte der Hahn» erschien in mehreren Auflagen.