Frauen dürfen hier nicht träumen

Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit

Autor: Rana Ahmad

Herausgeber: btb

Erschienen: 2018

320 Seiten

Rana Ahmad verließ ihre Familie und ihr Heimatland Saudi-Arabien, weil sie nicht mehr an Gott glaubte, wohl aber an ein Leben als selbstbestimmte Frau. Ihre Erlebnisse als Atheistin im saudischen Gottesstaat sowie ihre gefährliche Flucht nach Deutschland schildert sie in dem bewegenden Buch "Frauen dürfen hier nicht träumen", das am 15. Januar 2018 bei btb (Random House) erscheinen wird. Am Tag zuvor, am Sonntag, dem 14. Januar, wird Rana Ahmad ihr Buch am Sitz der Giordano-Bruno-Stiftung in Oberwesel vorstellen, am 19. Januar folgt eine zweite Buchpräsentation in der Urania Berlin.

Rana Ahmad, geboren 1985, ist in Riad in Saudi-Arabien aufgewachsen, wo sie sich im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal verschleiern musste. Als junge Frau durfte sie aufgrund der strengen religiösen Gesetze, die in ihrer Heimat gelten, nicht alleine auf die Straße gehen, nicht Fahrrad oder Auto fahren, nicht selbst darüber entscheiden, ob sie studiert oder arbeitet. Nach einer gescheiterten Ehe kam sie durch das Internet mit Texten von Friedrich Nietzsche und Charles Darwin in Kontakt. Sie begann, an ihrem Glauben zu zweifeln, und wurde Atheistin, worauf in Saudi-Arabien die Todesstrafe steht. Rana Ahmad entschied sich für die Flucht. Unter größter Gefahr verließ sie ihre Heimat, nur mit einem Laptop und einem Flugticket nach Istanbul in der Handtasche. Von der Türkei aus gelangte sie über Griechenland nach Deutschland, wo sie heute lebt.

Um von ihrem Bruder und ihrer Familie nicht gefunden zu werden, musste Rana Ahmad ihren Namen ändern. Heute hat sie nur mit ihrem Vater sporadischen Kontakt, der sie trotz ihrer Flucht nicht verstoßen hat. Um anderen Frauen und Männern zu helfen, die ein ähnliches Schicksal wie sie selbst erleiden mussten, engagiert sich Rana Ahmad in dem Verein "Säkulare Flüchtlingshilfe", der wesentlich auf ihre Initiative zurückgeht und von der Giordano-Bruno-Stiftung sowie vom "Zentralrat der Ex-Muslime" unterstützt wird. An den Wänden ihrer Wohnung in Köln hängen Bilder ihrer großen Vorbilder: neben Marie Curie eines von Albert Einstein und Isaac Newton. Als Vorbereitung auf ihr Physikstudium ist sie Gasthörerin an der Universität Köln. "Die Sprache der Naturwissenschaften ist universell", erklärt Rana Ahmad, "wenn ich die Welt ein bisschen besser verstehen möchte, dann muss ich diese Sprache lernen." Im Frühjahr 2018 wird sie ein Praktikum am CERN in der Schweiz absolvieren.

Quelle: www.giordano-bruno-stiftung.de