Rana Ahmad

Rana Ahmad oder Rana Ahmad Hamd (* 1985 in Riad) ist das Pseudonym einer in Saudi-Arabien geborenen Frauenrechtlerin, Atheistin und Ex-Muslimin, die 2015 nach Deutschland floh, wo sie derzeit lebt. Ihre Flucht, unterstützt von Atheist Republic und Faith to Faithless, wurde teilweise in der Vice News-Dokumentation Leaving Islam: Rescuing Ex-Muslims (2017) beschrieben und später in ihrer deutschsprachigen Autobiographie Frauen dürfen hier nicht träumen), welche auch ins Französische übersetzt wurde. 2017 gründete Ahmad in Köln die Säkulare Flüchtlingshilfe mit dem Ziel, „religionsfreie Flüchtlinge durch praktische Hilfsangebote zu unterstützen und ihre Lebenssituation durch politische Arbeit zu verbessern.“

Biographie

Jugend

Rana Ahmads Vater kam Mitte der 1970er Jahre aus Syrien, um als Bauleiter in Saudi-Arabien zu arbeiten. Vier Jahre später heiratete er Ranas Mutter in Syrien und brachte sie nach Riad. Rana wurde dort 1985 geboren.[ Rana hat einen älteren und einen jüngeren Bruder, sowie eine ältere Schwester. Ihre Familie war tiefreligiös,,aus Ihrer Sicht „eine extremistische Familie im Vergleich zu anderen Familien in unserer Gesellschaft“; sie und ihre Geschwister lernten ab dem Alter von 4 Jahren den Koran.

Ahmad ging auf eine staatliche Mädchenschule, wo mehr als ein Viertel aller Erziehung der Religion gewidmet war. Sie wurde gelehrt, dass alle Nicht-Muslime in die Hölle kommen würden, und dass der Hass auf Christen und Juden eine religiöse Pflicht sei. Sie durfte mit dem Fahrrad herumfahren, zum Beispiel um Lebensmittel zu kaufen, wenn die Familie im Urlaub bei den Eltern ihres Vaters in Syrien war. Aber im Alter von 10 Jahren nahm ihr Großvater ihr Fahrrad weg und sagte, sie sei „jetzt zu alt dafür“, wofür sie sich ihrer wichtigsten Freiheit beraubt fühlte. Amhad verstand nicht, warum es als haram angesehen werden sollte, wenn „große Mädchen“ wie sie ein Fahrrad fahren, aber nicht, wenn Jungen das Gleiche machen. Schon am nächsten Tag, auch ab 10 Jahren, war Ahmad gezwungen, einen abaya und einen schwarzen Hidschab zu tragen. Obwohl die saudische Gesetze Frauen nicht verpflichtet, Kopfbedeckungen zu tragen die restriktiver als der Hidschab sind, wurde Ahmad im Alter von 13 Jahren von ihrer Familie und ihrer Schule gezwungen, eine noch mehr gesichtsbedeckende Niqab zu tragen, was nur ihre Augen unbedeckt ließ. Obwohl sie die religiösen Regeln, die ihr nacheinander auferlegt wurden, nicht verstand, akzeptierte und befolgte sie sie. Sie hatte nie Kontakt zu einem Jungen oder Mann gehabt, der nicht mit ihr verwandt war, bis sie das Erwachsenenalter erreichte.

Hohere Unterricht und online Erkundung

Im Alter von 19 Jahren sollte Ahmad verheiratet werden, und in Syrien fand eine Verlobungsfeier statt, aber weil ihr Möchtegern-Ehemann sich weigerte, nach Saudi-Arabien zu ziehen, und sie sich weigerte, nach Syrien zu ziehen, wurden die Pläne nicht verwirklicht. In der Zwischenzeit war ihr Mann missbräuchlich geworden und hatte sie veranlassen. Sie lies sich scheiden und zog wieder bei ihren Eltern ein, was ihren Ruf in der Gesellschaft färbte. Sie lehnte drei weitere Heiratsanträge von saudischen Männern in den folgenden Jahren ab und argumentierte, dass sie ihre Ausbildung zuerst vorantreiben wollte. Ahmad besuchte Berufsschulkurse in Englisch und EDV, arbeitet danach als Rezeptionistin und Bürokraft in verschiedenen Arztpraxen und Krankenhäusern. Aufgrund des saudischen männlichen Vormundschaftssystems konnte sie jedoch kaum das Haus verlassen, und wenn sie mit dem Auto reisen wollte, mussten ihre männlichen Verwandten sie fahren; sie durfte nicht allein reisen.

Die Einschränkungen und Verpflichtungen des Ehelebens ließen sie ihre Rolle und ihre Religion in Frage stellen und entwickelten sich zu einem Wunsch nach Freiheit. Auf der Suche nach Antworten auf ihre Fragen wandte sie sich dem Internet zu und entdeckte die Philosophie (von der Ahmad sagt, dass sie in Saudi-Arabien verboten ist) und den Atheismus im Alter von 25 Jahren. Dies geschah 2011, als sie auf einen Tweet von jemandem traf, der den Twitter-Handle „Arab Atheist“ benutzte, den sie erst mit Google Translate verstehen musste. Schockiert kontaktierte Ahmad „Arab Atheist“, der ihr mehrere Dokumentarfilme empfahl (z. B. über die Evolutionstheorie und den Urknall) und auch ins Arabische übersetzten Bücher von Richard Dawkins, Friedrich Nietzsche, Voltaire und Charles Darwin. „Ich habe geweint, als ich herausgefunden habe, was ich alles nicht gelernt habe, was man mir vorenthalten hatte,“ erzählte Ahmad 2016 in einem Interview. Nach etwa einem Jahr kam sie zu dem Schluss, dass sie nicht mehr glauben konnte, wegen all der Widersprüche im Koran. Es brachte ihr noch mehr Angst und Trauer, zu erkennen, dass Atheismus und Abtrünnigkeit in Saudi-Arabien mit dem Tode bestraft wurden, und sie musste wahrscheinlich das Land und alles, was sie hatte, verlassen, um zu überleben. Sie verbarg ihre wechselnden Ansichten vor ihrer Familie und betete weiterhin fünfmal täglich, während sie online nach Hilfe von verschiedenen Gruppen suchte, wie zum Beispiel Faith to Faithless, Ex-Muslims of North America und Atheist Republic. Fünf Jahre lang lebte sie als verschlossene Atheistin in Saudi-Arabien und hatte Angst, dass ihre Familie sie töten würde, oder der Staat würde sie hinrichten, wenn ihr Unglaube entdeckt würde.

Familieprobleme

Ahmads älterer Bruder begann zu vermuten, dass sie heimlich Männer traf, und stellte ein verdecktes Abhörgerät in ihr Zimmer. Als er sie beim Telefonieren mit einem männlichen Freund erwischte, stürmte er ihr Zimmer und versuchte, sie zu töten, aber ihr Vater hörte ihre Hilferufe und griff ein. Nach diesem Vorfall versuchte Ahmad, Selbstmord zu begehen, indem er sich die Handgelenke schnitt, aber wieder fand ihr Vater sie rechtzeitig, um sie ins Krankenhaus zu bringen und ihr Leben zu retten. Ahmad bekam einen neuen Job als Sekretärin an einer Schule für geistig behinderte Kinder. In der Zwischenzeit begann sie ein Anglistikstudium.

Als ihre Mutter Ahmads Tweets über religiöse Zweifel entdeckte, war sie wütend und stellte Ahmad für einen Monat unter Hausarrest, ohne Zugang zu ihrem Laptop oder Smartphone. Ihre Mutter zwang sie, zu beten und den Quran zu rezitieren. Im Jahr 2014 wurde sie von ihrer Familie gezwungen, am Haddsch teilzunehmen. Sie suchte und fand die Hilfe von Atheist Republic sowie anderen ähnlichen Organisationen online. Während sie auf dem Hadsch war, machte sie ein Foto von sich selbst, wie sie ein Zettel mit der Aufschrift "Atheist Republic" hielt, während sie im Inneren der al-Masdschid al-Haram, der heiligste Ort des Islam, war. Sie war extrem verängstigt, weil sie wusste, dass sie getötet würde, wenn die Menschen um sie herum der Zettel sehen und ihren Unglauben entdecken würden, aber sie wollte dem Internet sagen, dass sie als Atheistin in Mekka existiert und, wie viele Ungläubige in Saudi-Arabien, nicht nach ihrer eigenen Wahl hier war. Es war auch das erste Mal, dass sie beschloss, das Land schnell zu verlassen oder ihr Leben zu beenden. Sie bat Atheist Republic, das Foto auf Facebook hochzuladen, nachdem sie Mekka verlassen hatte, was am 3. August 2014 geschah; einige Tage später war sie überwältigt, dass es viral gegangen war.

Flucht

Ahmad machte Pläne zur Flucht aus dem Land, unterstützt vom Faith to Faithless. Zuerst versuchte Ahmad, in die Niederlande zu fliehen, aber die Botschaft weigerte sich, ihr ein Visum zu gewähren. Danach dachte sie daran, einen Gleichgesinnten zu heiraten, mit dem sie das Land verlassen sollte, fand aber keinen Kandidaten. Weil ihr syrischer Pass bis Ende 2015 veraltet sein würde und die syrische Botschaft in Saudi-Arabien geschlossen war (seit 2012 wegen des syrischen Bürgerkriegs), musste Ahmad sich beeilen und konnte nur in ein Land ohne Visumpflicht fliehen, wie zum Beispiel in die Türkei. Als Ausländerin aus Syrien musste nicht ihr Vater, sondern ihr Arbeitgeber die Erlaubnis erteilen, ins Ausland zu reisen, und sie konnte ihn überzeugen, dass sie in den Familienurlaub geht, also unterschrieb er die Papiere für sie.

Am 26. Mai 2015 nahm sie ein Flugzeug von Riad über Dubai nach Flughafen Istanbul-Atatürk, nur mit ihrem Laptop, Dokumenten (einschließlich ihres syrischen Passes) und 200 US-Dollar. Sie zog ihren Hijab und ihre Abaya bei der ersten Ankunft als Erwachsene in der Öffentlichkeit aus und nahm fortan ihr Pseudonym „Rana Ahmad (Hamd)“ an, um die Versuche ihrer Familie zu verhindern, sie aufzuspüren. Nach vier Tagen nahm sie den Bus zu einer Freundin (ein andere Ex-Muslim aus Syrien)) in Izmir, die ihr ein kleines Haus zur Miete anbot. Zum ersten Mal in ihrem Leben tanzte Ahmad auf der Straße und trank Alkohol. Sie erhielt jedoch die Nachricht, dass ihre Familie entdeckte, dass sie in die Türkei geflohen war, und befürchtete, dass sie hinter ihr her sein würden. Sie schnitt ihr Haar kurz, färbte es blond und trug bunte Kontaktlinsen als Verkleidung. Als nächstes startete Armin Navabi, der Gründer des Atheist Republic, eine Crowdfunding-Kampagne für sie, um ihren Aufenthalt und ihre weitere Reise in die Europäische Union zu finanzieren, die 5000 Dollar einbrachte. Im August 2015 besuchte Imtiaz Shams from Faith to Faithless, zusammen mit einem Kamerateam von Vice News, sie in Izmir, um Lösungen zu diskutieren. Nachdem Ahmad vergeblich versucht hatte, ein Visum für die Einreise in die EU für fünf Monate zu erhalten, beschloss er, die Grenze zu Griechenland illegal per Boot zu überqueren, was beim dritten Versuch gelang.

Von Griechenland aus reiste sie durch Nordmazedonien, Serbien, Ungarn, die Slowakei, Österreich und erreichte Deutschland im November 2015. Unterwegs blieb sie einige Zeit in verschiedenen Flüchtlingslagern. Sie stornierte Pläne, nach Schweden fortzufahren, weil ihr das Geld ausgegangen war, sie reisemüde war und sie gehört hatte, dass das deutsche Bildungssystem gut war.

Leben in Deutschland

Nach ihrer Ankunft in Deutschland im November 2015 verbrachte Ahmad ein Jahr in einem Flüchtlingslager etwa eine Stunde von Köln entfernt, bevor ihr ein eigenes Haus zugewiesen wurde. Am 31. Dezember 2015 besuchte das Vice News Kamerateam sie wieder in Köln. Sie verbrachte einen Großteil ihres ersten Jahres damit, (Physik-)Bücher zu lesen und beabsichtigte, Kernphysik oder Kerntechnik zu studieren. Doch sie fühlte sich von muslimischen Flüchtlingen im Lager bedroht, weil viele von ihnen Abtrünnigkeit für ein todeswürdiges Vergehen hielten. Nachdem sie an Maryam Namazie geschrieben hatte, entdeckte sie, dass der Zentralrat der Ex-Muslime zufällig auch in Köln seinen Sitz hatte, und nach Rücksprache mit Mina Ahadi konnten der Zentralrat und die Giordano-Bruno-Stiftung ihr helfen, ein eigenes Haus zu finden.

Nach 20 Jahren, im Alter von 30 Jahren, konnte sie in Deutschland endlich wieder ein Fahrrad kaufen und fahren, was sie als eine wichtige Wiederherstellung ihrer Freiheit betrachtete. Ein Foto von ihr mit ihrem neuen Fahrrad in Köln wurde für eine Broschüre zur Säkularen Flüchtlingshilfe verwendet.

Im März 2018 erklärte sie: „Ich liebe Deutschland, ich liebe mein freies Leben in Deutschland“. Sie wollte sich schnell anpassen, die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben, ihre Deutschkenntnisse verbessern und die Aktivitäten der Zentralrat der Ex-Muslime unterstützen. Seit Ende 2018 studiert Ahmad in Köln Physik.

Aktivismus in Deutschland

In den folgenden Jahren hat Ahmad zahlreiche Interviews mit mehreren Medien, vor allem mit deutschen und französischen, über ihre Erfahrungen und ihre politischen und religiösen Ansichten geführt. Insbesondere in Bezug auf die Politik Saudi-Arabiens und seines Kronprinzen Mohammed bin Salman, nachdem der Dissident Jamal Khashoggi im Oktober 2018 ermordet wurde. Ahmad kommentierte, dass die saudischen Behörden es versäumt haben, die Emanzipation von Frauen zu fördern, für die viele Aktivisten gekämpft haben, indem sie sie oft inhaftiert haben. Dies hat den Frauen die Botschaft vermittelt, dass sie in Saudi-Arabien keine Zukunft haben, und sie zur Flucht aus dem Land gedrängt.

Der Vice News-Dokumentarfilm Leaving Islam: Rescuing Ex-Muslims die einen Teil von Ahmads Lebensreise von Saudi-Arabien nach Deutschland erzählte, wurde am 10. Februar 2016 gesendet. Am 5. März 2016, drei Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland, hielt Ahmad ihre erste öffentliche Rede in Köln auf einem vom Zentralrat der Ex-Muslime organisierten Treffen. Sie sprach auf Arabisch über ihr Leben in Saudi-Arabien, ihren Flug und ihre Meinung darüber, wie westliche Länder Flüchtlinge wie sie selbst behandeln sollten, wobei der libanesisch-deutsche Fernsehjournalist Imad Karim die deutsche Übersetzung übernahm.

Ahmad gab ihr erstes großes Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Juni 2016. Damals befand sie sich noch in einem Flüchtlingslager, wo sie darauf wartete, ein eigenes Haus zu bekommen, und sich von muslimischen Flüchtlingen in diesem Lager bedroht fühlte. "Ich hasse Muslime nicht. Ich habe auch sehr gute muslimische Freunde, die mich so akzeptieren, wie ich bin. Was ich hasse, das ist, dass uns die Rechte im Namen der Religion genommen werden, vor allem den Frauen," sagte sie. Obwohl sie kein Problem mit Menschen hat, die islamische Überzeugungen vertreten, hat es sie wütend gemacht, ein 6- oder 8-jähriges Mädchen zu sehen, das gezwungen wird, den Schleier in Deutschland zu tragen, wo eher das Deutsches Recht als die Scharia gilt. Es ärgert sie auch, dass einige Muslime keine Juden akzeptieren.

Am 15. August 2016 wurde Ahmad erstmals im Fernsehen vom Journalisten Jaafar Abdul Karim von der Deutschen Welle auf Arabisch interviewt, dessen Auszüge ins Englische und andere Sprachen übersetzt wurden. 3 Millionen Menschen sahen sie im Fernsehen, wie sie erklärte, sie habe den Islam verlassen, und Auszüge daraus wurden im Internet viral, was dazu führte, dass Muslime aus der ganzen Welt ihr zahlreiche Drohungen und Beleidigungen schickten.

Mit Hilfe des Zentralrates der Ex-Muslime und der Giordano-Bruno-Stiftung gründete Ahmad die Säkularen Flüchtlingshilfe e.V. in März 2017, und wurde am 17. November 2017 anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Rates offiziell vorgestellt. Das Ziel des Vereins ist es, „Flüchtlinge zu unterstützen, die aufgrund ihrer atheistischen Überzeugung oder ihrer religionskritischen Einstellung diskriminiert werden oder sogar an Leib und Leben bedroht sind.“ Die Freiwillige des Vereins arbeiten täglich daran, insbesondere weibliche atheistische Flüchtlinge zu schützen – da sie häufiger und brutaler ins Visier genommen werden – vor weiterer Verfolgung (zum Beispiel „Übergriffe, Ausgrenzung, Bedrohungen und Gewalt“) in Deutschland. Bis Dezember 2018 hat sie seit November 2017 37 anerkannten nicht-religiösen Flüchtlingen geholfen, aber die Nachfrage stieg schnell an. Laut Dittmar Steiner erhielt die Säkulare Flüchtlingshilfe zu Beginn „zwei bis drei Hilfsgesuche pro Woche“, die sich ein Jahr später auf „zwischen sieben und neun pro Tag“ erhöht hatten.

Am 15. Januar 2018 wurde ihr Buch Frauen dürfen hier nicht träumen: Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit in Deutschland veröffentlicht. Eine französische Übersetzung wurde im Oktober 2018 in Paris unter dem Namen Ici, les femmes ne rêvent pas : Récit d’une évasion („Hier träumen Frauen nicht: Geschichte einer Flucht“). Laut Ahmad, „Wir, die Frauen, können unser Leben verändern, frei sein. Wir denken, wir sind schwach, aber das ist falsch; wir sind stark, und dieses Buch beweist es.“

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.de

Link: https://atheist-refugees.com/

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