Hurra, wir kapitulieren!

Hurra, wir kapitulieren!

Von der Lust am Einknicken

Autor: Henryk M. Broder

Herausgeber: Pantheon

Erschienen: 2006

432 Seiten

Von der Lust am Einknicken ist ein 2006 erschienener Bestseller von Henryk M. Broder, der einerseits die Haltung der Regierungen Europas gegenüber Islamisten, andererseits eine von Broder wahrgenommene Zurückhaltung und Selbstzensur der intellektuellen Linken Deutschlands gegenüber dem Islam scharf kritisiert.

Inhalt

Anhand mehrerer zum Erscheinungstermin aktueller Beispiele stellt Broder dar, wie sich der Westen den Vorgaben von Islamisten beuge, um sie nicht weiter zu provozieren. Ein solcher einseitiger „Dialog der Kulturen“ sei unsinnig, die Meinungsfreiheit, die Broder als den Kern der Aufklärung und Demokratie sieht, werde schrittweise gefährdet. Er stellt die provozierende Frage, „ob Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz die richtigen Mittel im Umgang mit Kulturen sind, die sich ihrerseits respektlos… verhielten“.

Broders Hauptbeispiel sind die Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten, die er als von „erschütternder Harmlosigkeit“ charakterisiert. Mitunter in arabischen Medien zu findende antisemitische und antikirchliche Karikaturen seien weitaus drastischer. Besorgniserregend seien die Reaktionen des Westens, der den Einschüchterungen nachgebe und Verständnis für die künstlich entfachte Empörung zeige.

Gründe hierfür seien sowohl die Angst vor Fanatikern als auch die Sorge um die Handelsbilanz. Gegenüber der Mehrheit der Intellektuellen wie Günter Grass, Peter Sloterdijk, Peter Scholl-Latour u. a. gebe es nur wenige Gegenstimmen, die man „an den Fingern einer Hand abzählen könne“. Hierzu zählt Broder die Islam-Kritikerin Ayaan Hirsi Ali, die er mit dem Satz zitiert: “I am here to defend the right to offend” (deutsch: „Ich bin hier um das Recht zu beleidigen zu verteidigen“), und den in Pakistan aufgewachsenen Schriftsteller Ibn Warraq. Dieser hatte in einem Appell „Entschuldigt euch nicht!“ u. a. geschrieben, dass ohne das Recht zu diskutieren und unterschiedlicher Meinung zu sein, der Islam in seiner dogmatischen mittelalterlichen Burg verharre.

(Auszüge aus Wikipedia)

Quelle: www.wikipedia.de

Henryk M. Broder, einer der unterhaltsamsten und scharfsinnigsten Köpfe in Deutschland, analysiert in seinem neuesten Essay die gegenwärtige Appeasement-Politik Europas gegenüber einem aggressiven Islamismus, der unsere zerbrechlichen Freiheiten gefährdet. Sein aufrüttelndes Buch ist erhellend, ironisch – und ein leidenschaftliches Plädoyer, unsere freien Gesellschaften unter allen Umständen zu verteidigen.

In den Niederlanden wurde im Namen Allahs ein Filmregisseur ermordet, Muslime zündeten dänische Botschaften an, um gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen zu »protestieren«. Die Schweizer Firma Nestlé schaltete daraufhin Anzeigen in arabischen Zeitungen, in denen sie versicherte, sie werde künftig keine Produkte aus Dänemark mehr verwenden. Europa sucht sein Heil im Appeasement, in der vorauseilenden Selbstaufgabe.

Henryk M. Broder widmet sich in seiner neuen Streitschrift der europäischen Reaktion auf die Herausforderungen des Islamismus und gelangt dabei zu einer alarmierenden Einsicht: Wie die Erfüllungspolitik gegenüber Hitler die aggressive Haltung der Nazis nur befördert hat, so laufen die Europäer mit ihrer Beschwichtigungshaltung heute Gefahr, die Transformation Europas in einen islamischen Kontinent zu beschleunigen.