Die unerschöpfte Theorie

Evolution und Kreationismus in Wissenschaft und Gesellschaft

Herausgeber: Christoph Antweiler

Herausgeber: Christoph Lammers

Herausgeber:  Nicole Thies 

Verlag: Alibri; Auflage: 1., (1. September 2008)

Erschienen: 2008

224 Seiten

Was vor 20 Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte, ist heute Realität: die Debatte, ob die Evolutionstheorie oder der Schöpfungsmythos an Schulen gelehrt werden soll, hat Europa erreicht. Dahinter steht eine starke evangelikale Lobby, die darum bemüht ist, religiöse Denkmuster wieder stärker im Unterricht zu verankern. In den Diskussionen spiegelt sich aber auch die distanzierte Haltung größerer Bevölkerungskreise gegenüber wissenschaftlichen Erklärungsmustern im Allgemeinen.

Der Sammelband knüpft an den Kongress ¡Die erschöpfte Theorie? an. Dieser näherte sich dem Themenkomplex in zwei Schritten: zunächst wurde die Auseinandersetzung um Evolution und Schöpfung als gesellschaftlicher Konflikt dargestellt. Anschließend wurde die Frage erörtert, inwieweit ein naturalistisches, auf den Theoremen der Evolution aufbauendes Weltbild auch auf Fragestellungen des sozialen Lebens eine Antwort geben kann – ohne dem Ziel gesellschaftlicher Emanzipation entgegenzulaufen. Dabei wurden insbesondere Wert und Grenzen der Soziobiologie diskutiert.